6. Juli 2011

DHL testet Volkswagen Caddy Blue-E-Motion

VWN-Vorstandsprecher Dr. Wolfgang Schreiber übergibt in Anwesenheit von Hubert Steinkemper, Leiter der Abteilung IG im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (hinten rechts), den Schlüssel an Uwe Brinks vom DHL-Bereichsvorstands Brief (hinten links).

Die Deutsche Post (DHL) testet zehn neue Volkswagen Caddy Blue-E-Motion in der Zustellung. Die elektrisch angetriebenen Stadtlieferwagen werden von Juli bis September 2011 sowohl in Potsdam als auch vom Zustellstützpunkt in Stahnsdorf im Einsatz sein und Briefe und Päckchen im Verbund transportieren. Mit dem Test der Elektrofahrzeuge wollen DHL und Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) die Eignung von Elektrofahrzeugen für den gewerblichen Flottenbetrieb erproben.

Die Post hat bundesweit rund 20 000 VW Caddy in Betrieb. 80 Prozent der Fahrzeuge fahren täglich die fast immer gleiche Route, die nicht länger als 50 Kilometer ist. Durch das häufige Stopp & Go erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 km/h. Unter Maximalbelastung ergibt sich ein Verbrauch von bis zu 35 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer. In der Zustellung ist ein Verbrauch von etwas über 10 Litern üblich. Der auf Benzin umgerechnete Stromverbrauch eines Caddy Blue-E-Motion entspricht hingegen 2 Litern Sprit je 100 Kilometer.

Der Caddy Blue-E-Motion wird von einem 85 kW / 116 PS starken Elektromotor angetrieben und erreicht eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Lithiumionen-Batterien ermöglichen eine Reichweite von rund 110 Kilometern. Die Nutzlast ist durch die unter Flur verbauten Batterien mit 550 Kilogramm etwa 230 Kilogramm niedriger als beim herkömmlichen Caddy, allerdings bleibt das Ladevolumen von 4,2 Kubikmetern voll erhalten. An den Betriebshöfen der Zustellstandorte sind Ladesäulen installiert, an denen die Akkus der Fahrzeuge über Nacht wieder aufgeladen werden.

Der Test erfolgt im Rahmen des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderten Projekts „Erprobung nutzfahrzeugspezifischer E-Mobilität (EmiL)“. Das Projekt ist Teil des Förderprogramms Elektromobilität, für das vom BMU im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung stellt werden.

DHL hat sich vorgenommen, bis zum Jahr 2020 die CO2-Emissionen gegenüber 2007 um 30 Prozent zu senken. Maßnahmen sind unter anderem eine effizientere Steuerung der Verkehrsströme, die Modernisierung der Transportflotte und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Mittlerweile fahren bereits rund 3000 Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb sowie mit alternativen Kraftstoffen und motorelektronischen oder aerodynamischen Modifikationen für die Deutsche Post. (ampnet/jri)

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