12. Februar 2013

Kfz-Haftpflicht: „Geduldsfaden“ muss vier Wochen halten

Ein Autofahrer war unverschuldet in einen Unfall geraten. Doch nachdem der Unfallgegner (am 27.4.) einen Fragebogen zur Stellungnahme erhalten hatte, trat „Funkstille“ ein. Einen Monat (28.5.) später platzte dem Geschädigten der Kragen, sodass er einen  Anwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragte.

Zwar erkannte der Kfz-Haftpflichtversicherer die Klageforderung an, die Übernahme der Kosten für den Rechtsstreit lehnte das Unternehmen jedoch ab. Das Oberlandesgericht Köln erlegte diese dem Geschädigten auf, da er zu früh die Gerichtsbarkeit angerufen habe. So müsse einem Haftpflichtversicherer je nach Situation eine Prüfungsfrist von vier bis sechs Wochen zugestanden werden, im vorliegenden Fall waren aber noch nicht einmal vier Wochen vergangen (OLG Köln, 24 W 69/11). (Auto-Reporter.NET/W. Büser)

Autorecht & Urteile Kfz-Haftpflicht / Kfz-Haftpflichtversicherer / Oberlandesgericht Köln / Unfall /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.