15. Februar 2013

Skoda investiert in grüne Zukunft

Skoda für Umweltschutz

Bei Skoda sind die Ampeln auf Grün gestellt. Foto: Skoda/Auto-Reporter.NET

Mit seiner GreenFuture-Strategie will der tschechische Automobilhersteller Skoda die Nachhaltigkeit des Unternehmens weiter verbessern. Dabei geht es nicht nur um effiziente Fahrzeuge, sondern auch um einen sparsameren Umgang mit Ressourcen. Eine um 25 Prozent geringere Energie- und Wassernutzung, weniger Emissionen und noch stärkeres Recycling bis 2018 stehen im Mittelpunkt der Skoda Produktion. Maßnahmen, mit denen der Autohersteller zu den Zielen der Umweltstrategie des Volkswagen Konzerns bis 2018 beitragen will.

Skodas Umweltschutz-Investitionen

Seit 1991 hat das Unternehmen rund 10,3 Milliarden CZK bzw. über 410 Millionen Euro in den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen investiert. Eine umweltfreundliche Produktion und verbrauchseffiziente Fahrzeuge wie die GreenLine- und Green tec-Modelle haben bereits Tradition. Die GreenLine-Variante der neuen Octavia-Generation ist der bisher sparsamste Octavia mit nur 3,4 Liter Dieselverbrauch pro 100 Kilometer und CO2-Emissionen von maximal 89 Gramm pro Kilometer.

Die Prinzipien von GreenFuture sind Teil der Skoda Wachstumsstrategie 2018. Ziele sind verbesserte Wirtschaftsergebnisse bei geringerer Umweltbelastung. Alle Umweltaktivitäten von Skoda zur weiteren Reduzierung des Ressourcenverbrauchs werden nun im GreenFuture-Projekt zusammengefasst und koordiniert.

GreenFuture steht auf drei Säulen: GreenProduct, GreenFactory und GreenRetail. Im Rahmen der konzernweiten Umwelt-Strategie wird Skoda die eigene Fertigung bis 2018 nun nochmals um 25 Prozent umweltgerechter gestalten. Dabei konzentriert man sich im Rahmen von GreenFactory insbesondere auf Stellgrößen wie der Energie- und Wasserverbrauch oder die entstehende Abfallmenge bei der Herstellung pro Fahrzeug sowie Emissionen wie CO2 und sogenannter VOC (Volatile Organic Compounds), wie sie etwa beim Lackieren der Karosserien entstehen.

Bei der Wärme- und Energieerzeugung für das Werk in Mladá Boleslav wird derzeit Braunkohle durch Biomasse in Form von Holz-Pellets ersetzt. Das reduziert CO2-Emissionen im Herstellprozess um rund 45.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Aktuellstes Beispiel für die ressourcenschonende Produktion ist die Inbetriebnahme der neuen servo-mechanischen Pressenlinie im Werk Mlada Boleslav. Diese neue Pressen-Anlage arbeitet effektiver bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch. Sie benötigt bis zu 15 Prozent weniger Energie als vergleichbare ältere Anlage.

GreenProduct beschäftigt sich mit nachhaltiger Mobilität, die derzeit vor allem die umweltschonenden Modelle GreenLine und Green tec darstellen. Ein immer stärkerer Einsatz moderner Technologien, die zum sparsamen Betrieb und zur niedrigeren Umweltbelastung beitragen, betrifft aber die ganze Modellpalette. Derzeit sind 48 Skoda Modelle mit Emissionswerten unter 120g CO2/km im Angebot, davon zehn mit Emissionswerten unter 100g CO2/km. In Betrieb ist auch die Testflotte von zehn Elektrofahrzeugen Octavia Green E Line, die Daten zur Forschung der emissionsfreien Mobilität sammelt. Alle neuen Skoda Fahrzeuge sind darüber hinaus zu mindestens 85 Prozent recyclingfähig.

Die dritte Säule ist GreenRetail, also umweltschonende Händlerbetriebe und Werkstätten. Bestandteile davon sind etwa sogenannte Umwelt-Audits, also Prüfungen auf Einhaltung von Umweltstandards, die Würdigung der Händler mit dem Grünen Siegel oder Aktionen wie der Frühjahrsputz 2012. Dabei haben rund 95 Tonnen unbrauchbares oder ausgesondertes Material die Lager der Service-Partner in Tschechien verlassen und konnten zu fast 90 Prozent weiterverarbeitet werden.

Auch die Skoda-Mitarbeiter beteiligen sich in ihrer Freizeit am Umweltschutz: Seit 2007 pflanzt Skoda für jedes in Tschechien verkaufte Automobil einen Baum im Land. Bisher wurden so rund 363.000 Bäume gepflanzt, in diesem Jahr kommen weitere fast 60.000 Stecklinge hinzu. (Auto-Reporter.NET/arie)

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