22. Februar 2013

Neuvorstellung Subaru Forester – Vielzweckfahrzeug ohne große Schwächen

In Deutschland werden Audi und Allrad gerne in einem Atemzug genannt. Gelten Ingolstädter Ingenieure hier doch als Väter des Vierradantriebs in Personenwagen, der zuvor lediglich bei Nutzfahrzeugen und lupenreinen Geländefahrzeugen Verwendung fand. Diese Ehre gebührt jedoch Subaru, da die Japaner bereits 1972 als erster Auto-Hersteller einen zuschaltbaren Allrad in einen Serien-Pkw – den Leone Station Wagon – einbauten und inzwischen der weltgrößte Produzent dieser Antriebsart sind.

Bilder (6): Subaru Forester

Erfolgreichstes Modell des japanischen Herstellers ist der Crossover-SUV Forester, der Geländegängigkeit, Variabilität und Limousinen-Komfort verbindet, das erfolgreichste Modell. Und  auch in der Bundesrepublik erfreut sich der „Waldarbeiter“ bei seiner Klientel steigender Beliebtheit. 58.000 verkaufte Einheiten in den letzten 15 Jahren haben ihn hier zum bislang meistverkauften Subaru gemacht. Die vierte Generation mit Verkaufsstart 23. März soll den Erfolgsweg fortsetzen.

Dynamische Design
Mit einer recht flachen Motorhaube und tief angebrachtem Stoßfänger sowie klar konturierten Seitenlinien wirkt der neue Forester zwar immer noch kraftvoll, aber dynamischer und eleganter als sein Vorgänger. Statt Offroad-Look pur vermittelt das Design trotz sogar erhöhter Bodenfreiheit jetzt den Typus eines Freizeit-Fahrzeuges, mit dem man nicht mehr nur im Gelände, sondern ebenso auf den Großstadt-Boulevards eine gute Figur macht.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Forester moderat um 35 Millimeter auf eine Länge von 4,60 Meter gewachsen und hat mit 1,80 Meter auch in der Breite (+20mm) etwas zugelegt. Dennoch sind seine Abmessungen kompakt geblieben. Und das erleichtert nicht nur die Fahrt auf engen Waldwegen, sondern auch in der Stadt, wo der Fahrer dank erhöhter Sitzposition und gutem Rundumblick  sich ebenso wohl fühlt.

Dank eines etwas längeren Radstandes gibt es auch mehr Platz im Innenraum. Selbst groß gewachsene Fond-Passagiere haben keine Probleme mit der Knie- und Kopffreiheit. Optisch ist der Innenraum zwar etwas schlicht geraten und das billig wirkende Hartplastik passt eigentlich nicht zu einem Auto, das in seiner Top-Version immerhin 43.000 Euro kostet. Dafür gibt es bei der Funktionalität nichts zu bekritteln. Die wichtigsten Anzeigen liegen gut im Blick des Fahrers, die Schalter und Knöpfe sind ergonomisch ohne Fehl und Tadel und die Bedienung erfolgt weitestgehend intuitiv.

Großer und leicht zu beladener Kofferraum
Bei den recht straff gepolsterten Vordersitzen wünscht man sich etwas mehr Seitenhalt und im Fond ist die Auflagefläche der Bank etwas zu kurz geraten. Pluspunkte gibt es wiederum für den Kofferraum, der um 55 auf insgesamt 505 Liter vergrößert wurde. Bei schnell umgelegter Rücksitzbank vergrößert sich das Volumen auf stattliche 1.007 Liter, das zudem leicht zu beladen ist .

Für den Vortrieb sorgen drei Motorisierungen. Der 2.0 Benziner mit 110 kW / 150 PS und der 2.0 D Diesel (108 kW / 147 PS) mit Common-Rail-System basieren auf den bekannten, aber optimierten Triebwerken. Neu ist der 2.0 OXT – ein leistungsstarker Turbo-Direkteinspritzer mit 177 kW / 240 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. Damit bietet Subaru erstmals seit 2006 für den Forester wieder ein Turbo an, der sportiv denkende Käufer anlocken soll. Den Null auf Hundert-Sprint schafft er in 7,5 Sekunden und die Spitzengeschwindigkeit beträgt 221 km/h. Nicht nur wegen des realistischen Benzinverbrauchs von über zehn Litern, sondern auch wegen seines Preises dürfte er aber keine allzu vielen Liebhaber finden.

Leistungsstarkes Diesel-Triebwerk
Hauptvariante dürfte der 147 PS starke Dieselmotor bleiben, bei dem das starke maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter zwischen 1.600 und 2.400 Umdrehungen zur Verfügung steht. Bei ersten Testfahrten erwies sich, dass zumindest Otto Normalverbraucher nicht mehr Leistung benötigt. In Verbindung mit dem noch etwas komfortabler gewordenen Fahrwerk ließ er sich sehr flott und sicher auf Landstraßen bewegen, wobei sich der Konsum mit knapp sieben Litern in Grenzen hielt. Seine Paradedisziplin bleibt aber unwegsames Terrain, wo der Forester einfach mehr kann als die meisten seiner Wettbewerber.

Angeboten wird er in den fünf Ausstattungslinien Active, Comfort, Executive, Platinum und Sport sowie mit manuellem Sechsgang- und dem stufenlosen Automatikgetriebe Lineartronic. Die Preisskala beginnt bei 28.900 Euro für den Benziner in der Variante Active, die sowohl in puncto Sicherheit als auch in Sachen Komfort umfangreich ausgestattet. Der preiswerteste Diesel ist für 31.200 Euro zu ordern. (auto-reporter.NET/Frank Braun)

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