25. Februar 2013

ADAC: Ersatzteile müssen billiger werden

Hersteller verlangen bis zu 70 Prozent mehr für Autoersatzteile

Ersatzteile müssen billiger werden. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Bis zu 70 Prozent können Autofahrer bei sichtbaren Ersatzteilen für ihre Fahrzeuge sparen, wenn diese tatsächlich im freien Handel und nicht ausschließlich über den Hersteller erhältlich sind. Das hat eine aktuelle Umfrage der „ADAC Motorwelt“ ergeben. Ein Frontstoßfänger beim Ford Focus kostet dann beispielsweise nur noch 88 Euro statt 302 Euro, eine Motorhaube beim Golf VI ist für 157 Euro statt für 312 Euro zu haben. Der ADAC setzt sich entschieden für das Recht der Verbraucher und einen liberalisierten Ersatzteilmarkt ein.

Grundlage für die Widerstandshaltung der Autoindustrie ist der sogenannte „Designschutz“. Er verbietet Dritten den Nachbau sichtbarer Originalteile. Entsprechend sind deutsche Autofahrer faktisch gezwungen, Ersatzteile zu deutlich überhöhten Kosten direkt beim Hersteller zu erwerben. Der ADAC vertritt – wie auch die Europäische Kommission und Fachverbände, beispielsweise der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) oder der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) – eine vollständige Öffnung des Ersatzteilmarkts. In den meisten Ländern der EU ist ein freier Handel mit Ersatzteilen bereits möglich. Das fordert der ADAC auch für Deutschland. (ampnet/nic)

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