26. Februar 2013

Premiummarken sind wichtige Arbeitgeber und Innovationstreiber

Der Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Dr. Kay Lingemann, hat auf dem Kongress des ACOD (Automotive Cluster Ostdeutschland) in Leipzig betont, dass das Premiumsegment für die deutsche Automobilwirtschaft eine entscheidende Rolle spiele. Besonders in Hinsicht auf die Entwicklung nähmen Premiummarken wie Audi, BMW und Porsche eine tragende Rolle ein.

„Ein entscheidender Innovationstreiber für die deutsche Automobilindustrie ist das Premiumsegment. Unsere Premiumstrategie hat neue, klimafreundliche Technologien erst ermöglicht und das Autofahren sicherer gemacht. Der Weltmarktanteil deutscher Premiummarken liegt bei 80 Prozent. Premiumfahrzeuge sind auch wirtschaftlich von hoher Bedeutung für den Standort Deutschland. Allein bei unseren Pkw-Herstellern hängen über 200 000 Arbeitsplätze von Premiumfahrzeugen ab. Das sind 60 Prozent der Mitarbeiter. Aufgrund der Modelle, die in Ostdeutschland gefertigt werden, ist der Premiumanteil in den neuen Bundesländern sogar noch höher“, erklärte Dr. Kay Lindemann.

Auf das Premiumsegment entfalle ein erheblicher Teil der enormen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Jährlich investierten die deutschen Hersteller und Zulieferer über 20 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung. Davon profitiere auch der Automobilstandort Ostdeutschland. Der VDA-Geschäftsführer verwies auf das BMW-Werk und das Porsche-Werk in Leipzig, auf die Gläserne Manufaktur in Dresden, die Volkswagen Sachsen GmbH in Zwickau sowie den Opel-Standort Eisenach.
Neben Fahrzeugen mit klassischen Verbrennungsmotoren werde in den neuen Bundesländern auch der Grundstein für die Mobilität von morgen gelegt – beispielsweise mit der künftigen Fertigung des Elektroautos BMW i3. Die Li-Tec Battery GmbH in Kamenz (Sachsen), einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und Evonik, entwickle und produziere Batterien für die Elektromobilität.

Der VDA-Geschäftsführer wies weiter darauf hin, dass die deutschen Hersteller innerhalb weniger Jahre den CO2-Ausstoß neuer Fahrzeuge massiv gesenkt hätten: „In neun von zehn Fahrzeugklassen haben deutsche Konzernmarken inzwischen geringere Emissionen als ihre Wettbewerber. Die Zahl deutscher Modelle mit einem CO2-Wert unter 130 g/km – das entspricht einem Verbrauch von weniger als 5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer – hat sich allein in den vergangenen zwei Jahren auf 600 verdoppelt“, sagte Lindemann.

Auch viele Assistenzsysteme fänden zunächst Eingang im oberen Premiumsegment, bevor sie – über Skaleneffekte – auch wirtschaftlich in Volumenmodellen eingesetzt werden. (ampnet/deg)

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