1. März 2013

Mercedes-Benz Vans verbucht drittbestes Ergebnis

Ein Mercedes-Benz Sprinter verlässt die Montagelinie im Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf

Ein Mercedes-Benz Sprinter verlässt die Montagelinie im Mercedes-Benz-Werk Düsseldorf. Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Die Daimler-Transportersparte Mercedes-Benz Vans hat 2012 ihr drittbestes Ergebnis erzielt und lag bei Umsatz und Absatz nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau. Gleichzeitig wirkten sich die sehr unterschiedlichen Entwicklungen auf den weltweiten Transportermärkten, insbesondere die Marktrückgänge in Westeuropa, aus. Entsprechend verzeichnete Mercedes-Benz einen Absatzrückgang bei Transportern und Vans um knapp 12 000 Fahrzeuge auf 252 400 Einheiten. Das entspricht einem Minus von vier Prozent.

Der Marktanteil in den 27 EU-Staaten konnte dennoch leicht um 0,2 Prozent auf 17,8 Prozent ausgebaut werden. Bei den mittelgroßen Transportern erreichte das Geschäftsfeld mit 18,5 Prozent (i.V. 18 %) den bisher höchsten Marktanteil für die Sparte. In Europa, dem wichtigsten Absatzmarkt, setzte das Unternehmen rund 164.500 Fahrzeuge (- 8 %) ab. Der Umsatz lag mit 9,07 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Beim EBIT verbuchte das Geschäftsfeld im Vergleich zu 2011 einen Rückgang von 35 Prozent auf 541 Millionen Euro.

Wichtigstes Modell bleibt der Sprinter. Aktuell laufen in den beiden deutschen Stammwerken Düsseldorf und Ludwigsfelde die Vorbereitungen für den neuen Modelljahrgang auf Hochtouren, der ab Jahresmitte erhältlich sein wird. 2012 wurden weltweit 159 000 Sprinter (- 3 %) verkauft, wobei in einzelnen Märkten starkes Wachstum zu verzeichnen war.In den USA können die Kunden ihren Sprinter unter den Marken Mercedes-Benz oder Freightliner kaufen. Diese Wahlmöglichkeit führte zum Erfolg: 2012 erzielte Mercedes-Benz Vans in den USA ein Absatzplus um 19 Prozent auf rund 21 500 Einheiten. Damit ist das Geschäftsfeld doppelt so schnell gewachsen wie der Gesamtmarkt. Trotz eines rückläufigen Marktumfeldes und der Produktionsumstellung im argentinischen Transporterwerk auf das aktuelle Sprinter-Modell, erzielte das Geschäftsfeld in Südamerika ein Absatzplus von zwei Prozent auf knapp 14.000 Einheiten.

In keinem anderen europäischen Transportermarkt herrscht aktuell so dynamisches Wachstum wie in Russland. Mit der Partnerschaft zwischen Mercedes-Benz Vans und dem russischen Automobilhersteller GAZ ist seit Mai 2012 der Weg frei für einen Markteintritt in Russland mit lokaler Transporterproduktion. Ab dem ersten Halbjahr 2013 wird GAZ, der mit Abstand größte Transporter-Hersteller Russlands (Modell Gazelle), den Sprinter Classic lokal fertigen und ihn gemeinsam mit der Mercedes-Benz-Vertriebsorganisation im russischen Markt verkaufen. Mittelfristig sollen pro Jahr 25 000 Fahrzeuge abgesetzt werden. (ampnet/jri)

Unternehmen Absatz / Daimler / Mercedes-Benz / Mercedes-Benz Vans / Umsatz /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.