11. März 2013

Mini-Werk Oxford feiert 100 Jahre Automobilbau

Das Mini Werk Oxford feiert in diesem Monat 100 Jahre Automobilbau – in einer Phase, die gekennzeichnet ist von steigenden Produktionszahlen, höheren Investitionen und anhaltender Expansion. Zum jetzigen Zeitpunkt sind im Werk Oxford 3.700 Angestellte beschäftigt, die an jedem Tag bis zu 900 Mini fertigen und bislang mehr als 2,25 Millionen Autos zu den über 11,65 Millionen Fahrzeugen beigesteuert haben, die in diesem Werk seit 1913 vom Band gelaufen sind.

Mini Werk Oxford im Jahre 1925

Auto-Produktion im Werk Oxford in 1925. Foto: BMW/Auto-Reporter.NET

Das erste Automobil, das in dem Werk gefertigt wurde, war am 28. März 1913 ein Bullnose Morris Oxford. Es folgten Modelle zahlreicher berühmter britischer Marken, wie MG, Wolseley, Riley, Austin, Austin Healey, Mini, Vanden Plas, Princess, Triumph, Rover und Sterling sowie des japanischen Herstellers Honda. Außerdem wurden dort die Automobilmarken Morris und MINI gegründet. In der Niederlassung der „Pressed Steel Company“, die am selben Standort in Cowley untergebracht ist, entstanden zudem Karosserien für Rolls-Royce, Bentley, Jaguar, MG, Standard-Triumph, Ford und Hillman.

Das Werk Oxford war in den vergangenen 100 Jahren im Besitz acht verschiedener Eigentümer, beginnend mit dem Gründer William Morris, dem das Werk direkt und über Morris Motors bis 1952 gehörte, ehe Morris mit seinem Erzrivalen Austin zur British Motor Corporation fusionierte. In den frühen 1960er Jahren waren in dem Werk 28.000 Menschen beschäftigt und fertigten eine außergewöhnlich breite Fahrzeug-Palette.1967 fusionierte BMC mit Jaguar, die British Motor Holdings entstand. Ein Jahr später erfolgte der Zusammenschluss mit dem Lkw-Hersteller Leyland (zu dem auch Triumph und Rover gehörten). Das Unternehmen firmierte nun als British Leyland Motor Corporation und wurde 1974 verstaatlicht. Es folgten zahlreiche Namensänderungen, 1986 firmierte das Unternehmen schließlich unter dem Namen Rover Group.

Firmenchef Graham Day sollte das Unternehmen im Auftrag der Thatcher-Regierung privatisieren und war 1988 mit dem Verkauf an British Aerospace erfolgreich. 1994 wurde die Gruppe, zu der auch Land Rover gehörte, an BMW weiterverkauft.
Die BMW Group investierte stark in Rover und entschied schon sehr bald, dass die Erneuerung von Mini einen hohen Stellenwert haben sollte. Doch massiver Gegenwind und ein unvorteilhafter Wechselkurs veranlassten BMW dazu, Rover im Jahr 2000 an das Phoenix Consortium und Land Rover im Jahr 2004 an Ford zu verkaufen. Die Marke MINI und das Werk Oxford, wie es nun genannt wurde, blieb ebenso im Besitz von BMW wie das angeschlossene Swindon Presswerk sowie die neue Hams Hall Motorenfabrik, die kurz vor dem Produktionsstart stand.

Heute fertigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Werk Oxford die Mini Modelle Hatchback, Cabrio, Clubman, Clubvan, Roadster und Coupé, und es wird im großen Stil investiert. Unter anderem werden etwa 1.000 neue Roboter in einer neuen Karosserie-Fertigung sowie in den bestehenden Anlagen installiert, um in den nächsten 100 Jahren ebenso erfolgreich wie im Augenblick zu sein. (auto-reporter.NET/hhg)

Unternehmen Automobilbau / Mini / Oxford /

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