12. März 2013

Mercedes-Benz M-Klasse als Sonderschutzvariante „Guard“

Eine Sonderschutzvariante der M-Klasse ergänzt ab sofort die „Guard“-Familie von Mercedes-Benz. die gepanzerte Version des beliebten SUV dem markentypischen Konstruktionsprinzip des integrierten Sonderschutzes. Alle zusätzlichen Schutzeinrichtungen werden bereits in der Entwicklungsphase der jeweiligen Baureihe berücksichtigt und in die Fahrzeugarchitektur integriert. Damit bleiben Design, Innenraum, Fahrkommfort und –dynamik sowie die aktive und passive Sicherheit des Serienfahrzeugs auch in der gepanzerten Version erhalten.

Mercedes-Benz M-Klasse Guard 2013

Mercedes-Benz M-Klasse Guard. Foto: Auto-Medienportal.Net/Daimler

Im Mittelpunkt des neuen ML Guard steht wie bei allen Sonderschutzfahrzeugen der Marke ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz: der integrierte Sonderschutz. Das bedeutet, dass die einzelnen Schutzelemente von Grund auf in einem eigenständigen Prozess in die Rohkarosse integriert werden. Dabei erhält die komplette Fahrgastzelle eine Art Rüstung, bei der Details wie Dachholme, Türschlösser, Türspalte oder Außenspiegelbefestigungen einbezogen werden. So entsteht in Mercedes-typischer Fertigungsqualität ein umfassendes Schutzsystem gegen ballistische Angriffe auch an solchen Stellen, wo eine Nachrüstung kaum oder nur mit verminderter Effektivität möglich ist.

Ein weiterer Vorteil des integrierten Sonderschutzes im Vergleich zu den Nachrüstlösungen, bei denen das Zusatzgewicht die Karosseriestruktur belastet: Von vornherein wird die Rohkarosserie entsprechend dem höheren Gewicht und der Positionierung der Panzerungselemente verstärkt. Daraus resultiert eine höhere Stabilität der gesamten Karosseriestruktur.

Im Vergleich zum Serienrohbau besitzt die Guard-Rohkarosse spezifische Anpassungen für die Integration der Panzerungen, einen Vorbau mit Verstärkungselementen und modifizierte Türen. Die eigentliche Panzerung besteht unter anderem aus Scheiben mit Mehrschicht-Spezialglas und innenseitiger Polycarbonatbeschichtung gegen Zersplitterung. Im Bereich der A-, B- und C- Säule sowie bei Stirnwand und Dach verstärkt Spezialstahl r gleichzeitig die Fahrgastzelle und erhöht die Strukturfestigkeit.

Der neue ML Guard erfüllt die Widerstandsklasse VR4 nach der Prüfrichtlinie BRV 2009 (Sondergeschützte Fahrzeuge mit Durchschusshemmung nach Bullet Resistant Vehicles 2009). Diese ballistische Klassifizierung bezeichnet die Widerstandsfähigkeit (VR = Vehicle Resistance) unter Angabe der Waffen und Kaliber, in diesem Fall unter anderem Magnum .357 und .44. Die Zertifizierung wurde vom staatlichen Beschussamt in Ulm durchgeführt. Auch Besprengungen, beispielsweise mit der Handgranate DM51 nach Prüfrichtlinie ERV 2010, sowohl im Fahrer- als auch im Fondbereich erfüllte der M-Guard mit der optionalen Bodenpanzerung erfolgreich.

Serienmäßig bietet der ML Guard eine speziell auf die Sonderschutzmaßnahmen abgestimmte Luftfederung Airmatic mit Adaptivem Dämpfersystem (ADS). Stärkere Achskomponenten kompensieren das Mehrgewicht, spezifische Drehstäbe an der Hinterachse optimieren das Wankverhalten bei zügiger Kurvenfahrt oder Ausweichmanövern.

Der M-Guard ist ausschließlich mit Notlaufbereifung und 20-Zoll-AMG-Leichtmetallrädern im Fünf-Speichen-Design erhältlich. Diese Bereifung erlaubt auch bei völligem Luftverlust eine sichere Weiterfahrt bis zu 30 Kilometer mit maximal 80 km/h.

Mit dem neuen ML 350 Bluetec Guard ist erstmals in diesem Segment eine wirtschaftliche Dieselmotorisierung im Angebot. Der V6 leistet 190 kW / 258 PS und hat ein maximales Drehmoment von 620 Newtonmetern. Er erfüllt die Euro-6-Abgasnorm. Alternativ steht der V8-Benziner ML 500 Guard mit 300 kW / 408 PS und 600 Nm bereit. Beide Motorisierungen sind sowohl als Links- wie Rechtslenker lieferbar.

Die Guard-M-Klasse kann ab 15. März 2013 bestellt werden. Die Netto-Preise in Deutschland betragen 105 050 Euro für den ML 350 und 118 650 für den ML 500. (ampnet/jri)

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