14. März 2013

Volkswagen-Konzern: Rekord bei Absatz, Umsatz und Gewinn

Der Volkswagen Konzern hat 2012 erneut Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Ertrag gesetzt. „Auch Volkswagen spürt den Gegenwind – insbesondere in Europa. Aber dennoch bleiben wir grundsätzlich zuversichtlich“, sagte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen Aktiengesellschaft, am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz für das Geschäftsjahr 2012.

Dr. Martin Winterkorn vom Volkswagen-Konzern

Dr. Martin Winterkorn. Foto: UnitedPictures

Der Konzern war im vergangenen Geschäftsjahr nicht nur operativ erfolgreich, sondern realisierte auch zahlreiche strategische Projekte: Seit dem 1. August gehört die Marke Porsche vollständig zu Volkswagen und mit Ducati wurde eine legendäre Motorradmarke in die Konzernfamilie aufgenommen.

Zum führenden Mobilitätskonzern gehört ein starkes Nutzfahrzeuggeschäft und mit der Allianz von MAN, Scania und Volkswagen Nutzfahrzeuge wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Bei den Pkw begann 2012 mit dem Start des Modularen Querbaukastens eine neue Ära. Zudem bekannte sich Volkswagen als erster Autobauer zum CO2-Ziel von 95 g/km bis 2020.

Umsatz steigt auf 129,7 Milliarden Euro

Der Umsatz des Volkswagen Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 20,9 Prozent auf 192,7 (Vorjahr: 159,3) Milliarden Euro. Das Operative Ergebnis wuchs leicht auf den Rekordwert von 11,5 (11,3) Milliarden Euro. Nicht darin enthalten ist das anteilige Operative Ergebnis der chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften in Höhe von 3,7 (2,6) Milliarden Euro. Insgesamt legte das Ergebnis vor Steuern des Volkswagen Konzerns im vergangenen Jahr um rund 6,6 Milliarden Euro auf 25,5 Milliarden Euro zu. Nach Steuern fiel ein Ergebnis von 21,9 (15,8) Milliarden Euro an.

Die Kapitalrendite im Konzernbereich Automobile lag im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen investierten Vermögens mit 16,6 Prozent leicht unter dem Vorjahr (17,7 Prozent), jedoch erheblich über dem eigenen Mindestverzinsungsanspruch von 9 Prozent. Im Bereich Finanzdienstleistungen sank die Eigenkapitalrendite leicht auf 13,1 (14,0) Prozent. Die Netto-Liquidität des Automobilbereichs lag Ende Dezember 2012 mit 10,6 (Ende 2011: 17,0) Milliarden Euro weiterhin auf einem soliden Niveau. Dies verschafft dem Konzern die nötige finanzielle Stabilität und Flexibilität, um die Strategie 2018 konsequent umzusetzen. Der Rückgang resultiert unter anderem aus der vollständigen Einbringung des Automobilgeschäfts von Porsche, dem Erwerb von Ducati und der Aufstockung der Anteile an der MAN SE. Die Sachinvestitionsquote stieg leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent.

Weltweiter Pkw-Marktanteil steigt auf 12,8 Prozent

Trotz widriger Rahmenbedingungen übertraf der Volkswagen Konzern 2012 die Marktentwicklung und legte in nahezu allen wichtigen Regionen zu. Die Auslieferungen kletterten um 12,2 Prozent auf 9,3 Millionen Fahrzeuge. Der weltweite Marktanteil im Pkw-Geschäft stieg so auf 12,8 (12,3) Prozent.

Die Marke Volkswagen Pkw übergab 5,7 Millionen Autos an Kunden, ein Plus von 12,7 Prozent gegenüber Vorjahr. Das Operative Ergebnis der Marke lag auch aufgrund von Vorleistungen für den Modularen Querbaukasten sowie Anlaufkosten für den neuen Golf mit 3,6 (3,8) Milliarden Euro 4,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Für die Marke Audi war 2012 mit 1,5 (1,3) Millionen ausgelieferten Fahrzeugen erneut ein Rekordjahr. Das Operative Ergebnis stieg leicht um 0,6 Prozent auf 5,4 (5,3) Milliarden Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 11,0 (12,1) Prozent.
Die Verkäufe von Skoda legten um 6,8 Prozent auf 939.000 (879.000) Fahrzeuge zu und das Operative Ergebnis von 712 (743) Millionen Euro lag marktbedingt leicht unter dem Vorjahreswert. Die Auslieferungen von Seat schließlich sanken um 8,3 Prozent auf 321.000 (350.000) Autos. Das Operative Ergebnis verbesserte sich aber um 69 Millionen auf ein Minus von156 Millionen EUR.

Bentley übergab 8.510 (7.003) Fahrzeuge, das sind 21,5 Prozent mehr als 2011. Das Operative Ergebnis kletterte auf 100 (8) Millionen EUR. Last but not least verkaufte Porsche im Zeitraum der Vollkonsolidierung (ab 1. August 2012) 60.000 Fahrzeuge und erzielte in den fünf Monaten ein Operatives Ergebnis von 946 Millionen EUR.

VW bleibt für 2013 optimistisch

Trotz steigender Wettbewerbsintensität und schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bleibt VW für 2013 optimistisch. In den ersten beiden Monaten wurden weltweit 1,4 Millionen Fahrzeuge (ohne MAN und Scania) ausgeliefert. Mit einem Plus von 8,3 Prozent wuchs der Konzern stärker als der Markt. Dr. Martin Winterkorn:„Volkswagen hat alles, um den guten Weg der vergangenen Jahre auch unter veränderten Vorzeichen fortzusetzen. Wir wollen den Konzern bis 2018 an die Spitze der Automobilindustrie führen – profitabel, nachhaltig und dauerhaft.“  (auto-reporter.NET/hhg)

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