19. März 2013

BMW peilt „vorsichtig optimistisch“ neue Bestmarke an

Die BMW Group blickt nach dem Rekordjahr 2012 vorsichtig optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr und setzt sich in einem weiterhin volatilen und schwierigen wirtschaftlichen Umfeld anspruchsvolle Ziele. Das Unternehmen will in Kapazitäten und in neue Modelle investieren. Noch in diesem Jahr sollen elf neue BMW an den Start gehen. Bis Ende 2014 soll die Produktpalette um insgesamt 25 neue Modelle erweitert werden, zehn davon ohne Vorgänger.

Der neue 3er GT von BMW von vorne

BMW 3er GT. Foto: Auto-Medienportal.Net/Manfred Zimmermann

„Angesichts hoher Aufwendungen für neue Technologien und Modelle sowie Investitionen in das Produktionsnetzwerk erwarten wir ein Konzernergebnis vor Steuern in der Größenordnung des Jahres 2012“, erklärte Reithofer heute bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens in München.

Im Segment Automobile geht die BMW Group für das Gesamtjahr 2013 von einer unveränderten EBIT-Marge im Korridor von acht Prozent bis zehn Prozent aus. Das Unternehmen beabsichtigt, diese EBIT-Marge nachhaltig zu erreichen. Im Segment Motorräder rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr bei der Marke BMW dank attraktiver neuer Modelle wie der R 1200 GS erneut mit einem Absatzzuwachs. Auch im Segment Finanzdienstleistungen wird mit einer positiven Geschäftsentwicklung gerechnet und unverändert eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity) von mindestens 18 Prozent angestrebt.

Die BMW Group setzt ihre Strategie Number One seit 2007 um und ist seitdem deutlich profitabler und wettbewerbsfähiger geworden. Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet: „Das erste Drittel unserer Strategie haben wir erfolgreich abgeschlossen. Alle Zwischenziele wurden erreicht“, betonte Reithofer.

Das Konzernergebnis vor Steuern hat sich im Zeitraum 2007 bis 2012 verdoppelt. Die EBIT-Marge im Segment Automobile liegt mit 10,9 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr über dem definierten Korridor. Noch im Jahr 2006 hatte sich die EBIT-Marge im Segment Automobile noch auf 6,4 Prozent belaufen. Die Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch im Aktienkurs wider: So ist der Kurs der BMW-Stammaktie von Ende 2007 bis Ende 2012 um mehr als 70 Prozent gestiegen.

Im Rahmen der Strategie wurden innovative Fahrzeugkonzepte – darunter der BMW i3 – sowie die Technologie zur Verbrauchsreduzierung (Efficient Dynamics) vorangetrieben. Seit Ende des Jahres 2012 bietet die BMW Group 73 Modelle mit Emissionen von maximal 140 Gramm pro Kilometer an, vor fünf Jahren waren es lediglich 27 Modelle. Im Durchschnitt weist die Fahrzeugflotte des Unternehmens heute einen Kraftstoffverbrauch von 5 Litern Diesel bzw. 6,3 Litern Benzin pro 100 km aus.

Das laufende Jahr steht bei der BMW Group im Zeichen der Elektromobilität. „Die Zukunft gehört denen, die etwas wagen“, erklärte Reithofer. Bereits im Januar 2013 ist das erste Vorserienfahrzeug des BMW i3 vom Band gelaufen. Ende des Jahres wird das innovative Fahrzeug, das für emissionsfreies Fahren in urbanen Ballungsräumen konzipiert ist, auf den Markt kommen. „Für den BMW i3 sind bereits einige hundert Vorbestellungen eingegangen“, sagte Reithofer.

Mit neuen Bestmarken bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis berichtete die BMW Group jetzt über das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 Prozent auf die neue Bestmarke von 76 848 (Vj.: 68 821) Mio. Euro. Trotz hoher Aufwendungen für Zukunftstechnologien und gestiegener Personalkosten erreichte auch das Ergebnis neue Spitzenwerte. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 8300 (Vj.: 8018) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag bei 7819 (Vj.: 7383) Mio. Euro, ein Plus von 5,9 Prozent. Der Konzernüberschuss stieg um 4,4 Prozent auf 5122 (Vj.:
4907) Mio. Euro.

Die weltweiten Auslieferungen stiegen 2012 um 10,6 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 1 845 186 (Vj.: 1 668 982) Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce. Damit hat die BMW Group ihre Position als weltweit führender Hersteller von Premiumautomobilen behauptet.

Auch die Marken BMW, Mini und Rolls-Royce konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr jeweils neue Höchstwerte erzielen. Angesichts des deutlichen Anstiegs der Fahrzeugauslieferungen stieg der Umsatz im Segment Automobile um 11,0 Prozent auf 70 208 (Vj.: 63 229) Mio. Euro. Das EBIT erhöhte sich auf 7624 (Vj.: 7477/+2,0 Prozent) Mio. Euro. Die EBIT-Marge beläuft sich damit auf 10,9 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern betrug 7195 (Vj.: 6823/+5,5 Prozent) Mio. Euro.

Der Absatz der Marke BMW stieg um 11,6 Prozent auf 1 540 085 (Vj.:
1 380 384) Fahrzeuge und lag damit erstmals in einem Geschäftsjahr über 1,5 Mio. Einheiten. Mini konnte 2012 beim Absatz erstmals die Marke von 300 000 Automobilen übertreffen. Die Verkäufe stiegen um 5,8 Prozent auf 301 526 ( Vj.: 285 060) Fahrzeuge. Rolls-Royce war 2012 der klare Marktführer im absoluten Luxusklasse-Segment. Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 3575 (Vj.: 3538/+1,0 Prozent) Automobile abgesetzt werden.

Segment Motorrad erzielt ebenfalls neue Bestwerte beim Absatz. Weltweit wurden im vergangenen Jahr in einem herausfordernden Marktumfeld 117 109 (Vj.: 113 572/+3,1 Prozent) Motorräder der Marken BMW und Husqvarna ausgeliefert. Dies ist ein neuer Höchstwert. Die Marke BMW konnte ihren Absatz um 2,0 Prozent auf 106 358 (Vj.: 104 286) Einheiten steigern. Husqvarna lieferte 10 751 Motorräder aus (Vj.:
9286/+15,8 Prozent). Die BMW Group wird sich zukünftig im Motorradgeschäft ausschließlich auf die Marke BMW konzentrieren und hat deshalb Ende Januar 2013 einen Vertrag über den Verkauf von Husqvarna an die österreichische Pierer Industrie AG unterzeichnet. Der Segmentumsatz erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 1490 (Vj.: 1436) Mio. Euro. Das EBIT lag angesichts der Neuausrichtung des Motorradgeschäfts mit 9 (Vj.: 45/-80,0 Prozent) Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern ging entsprechend auf 6 (Vj.: 41/-85,4 Prozent) Mio. Euro zurück.

Das Segment Finanzdienstleistungen hat seine positive Geschäftsentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt. Der Umsatz legte um 11,7 Prozent auf 19 550 (Vj.: 17.510) Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 1561 (Vj.: 1790/-12,8 Prozent) Mio. Euro. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft stieg weltweit um 12,1 Prozent auf 1 341 296. Die Anzahl der betreuten Leasing- und Finanzierungsverträge mit Händlern und Endkunden erhöhte sich um 7,1 Prozent auf insgesamt 3 846 364.

Die Zahl der Mitarbeiter ist zum 31. Dezember 2012 gestiegen. Insgesamt waren weltweit 105 876 (Vj.: 100 306) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt, was einem Plus von 5,6 Prozent entspricht. Mit Beginn des Ausbildungsjahres 2012 starteten 1376 junge Menschen ihr Berufsleben bei der BMW Group, davon 1200 in Deutschland. Damit wurde die Anzahl der Ausbildungsplätze deutschlandweit um über zehn Prozent erhöht. Insgesamt lag die Zahl der Auszubildenden Ende 2012 bei 4266.

Die BMW Group will ihre Strategie, die bis in das Jahr 2020 reicht, weiter umsetzen. Für 2016 strebt das Unternehmen weiter einen Absatz von über zwei Mio. Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce an. (ampnet/Sm)

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