20. März 2013

ADAC: Datenbank allein hilft nicht gegen Tachobetrug

Laut ADAC gehen die am Donnerstag (21. März) im EU-Ausschuss diskutierten Lösungen zum Thema Tachobetrug nicht weit genug. In einer zentralen Datenbank sollen die Kilometerstände von Autos – etwa bei einer Reparatur, Inspektion oder bei einer Hauptuntersuchung (HU) – erfasst werden. Laut Club können kriminelle Manipulationen der Kilometerstände, durch die nur in Deutschland jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von sechs Mrd. Euro entsteht, durch eine Datenbank alleine nicht verhindert werden. Dies ist nur durch eine technische Lösung direkt im Auto möglich. Problem bei der Datenbank: Betrüger können vor einer HU den Kilometerstand des Autos gezielt manipulieren und bekommen ihn dann quasi in der HU noch amtlich bestätigt.

Überprüfung des Kilometerstandes

Foto: UnitedPictures/Auto-Reporter.NET

Auch eine Abschaffung der Strafverfolgung bei Tachobetrug wäre das falsche Signal. Sie würde das Problem nur bagatellisieren. Die Manipulation des Kilometerzählers muss laut ADAC strafbar bleiben und auch strafrechtlich verfolgt werden. Nur so ist eine Abschreckung gegeben. Der Club hält eine Strafverfolgung für dringend notwendig, bis eine zuverlässige Lösung zur Unterbindung des Tachobetrugs gefunden wird. In den letzten Jahren hat sich der ADAC sogar für ein noch schärferes Vorgehen gegen Tacho-Kriminelle ausgesprochen.

Der ADAC fordert, dass Tachomanipulation durch technische Mittel erheblich erschwert wird. Derzeit können Kilometerzähler mit am Markt frei verfügbaren Geräten von jedem Laien manipuliert werden. Die Autohersteller sind aufgefordert, aktuelle Sicherheitstechnologien zum Schutz des tatsächlichen Kilometerstandes und damit zum Schutz des tatsächlichen Fahrzeugwertes in ihre Modelle einzubauen. (Auto-Reporter.NET)

Wirtschaft & Politik ADAC / Kilometerstand / Tacho /

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