20. März 2013

Ratgeber: Kleinanhänger vor Fahrtantritt genau überprüfen

Kleinanhänger für Autos bieten sich für verschiedene Zwecke an. Ob beruflich zum Transport von Arbeitsmaterialien, privat bei einem Umzug oder für die Urlaubsreise. Manchmal werden die Anhänger Monate lang nicht genutzt. Der TÜV-Rheinland gibt Autofahrern Tipps, was sie vor und während der Inbetriebnahme eines Anhängers beachten müssen.

Der Ford Focus mit elektrisch ausschwenkbaren Anhängerkupplung

Ford bietet für den Focus eine elektrisch ausschwenkbare Anhängerkupplung. Foto: Auto-Medienportal.Net/Ford

Vor der Fahrt sollte darauf geachtet werden, dass der Anhänger eine gültige Plakette hat und mit der eigenen Lizenz überhaupt gefahren werden darf, rät Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrt-Experte beim TÜV Rheinland. „Ist auf dem Anhänger keine gültige Prüfplakette vorhanden, sind Verwarngelder, Punkte in Flensburg und Probleme mit der Haftpflichtversicherung vorprogrammiert“, so Sander weiter. Wer sich einen Autoanhänger ausleihe, müsse außerdem sicherstellen, dass seine Führerscheinklasse ausreicht, um mit dem Anhänger zu fahren. „Am besten beim Vermieter nachfragen, ob die Klasse B ausreicht oder ob die Klasse BE erforderlich ist“, empfiehlt Sander.

Um zu verhindern, dass der beladene Anhänger beim Bremsen oder in einer Kurve ausbricht, muss die Ladung richtig verstaut und gesichert sein. „Schwere und feste Ladungsteile gehören unbedingt auf den Boden des Anhängers“, erklärt Sander. Außerdem empfiehlt er, auf den Boden des Anhängers eine rutschfeste Unterlage zu legen, damit die Ladung an ihrem Platz bleibt. Zudem ist vorgeschrieben, die Ladung mit Zurrgurten zu sichern. Leichte Frachten wie etwa Laubblätter sollten mit Netzen abgedeckt werden, um zu verhindern, dass diese während der Fahrt aus dem Anhänger geweht werden. Ebenso unerlässlich für die Sicherheit während der Fahrt sei eine gleichmäßige Beladung.

Generell gilt für das Fahren mit Kleinanhängern ein Limit von Tempo 80. Nur wenn verschiedene technische Auflagen erfüllt sind, ist auch Tempo 100 erlaubt. Wenn der Anhänger dennoch ins Schleudern gerät, sollte abgebremst werden, ergänzt Sander. Ein kräftiger Tritt in die Bremse, wenn der Anhänger beim Schleudern das Wagenheck passiert, stabilisiert jedes Gespann. (ampnet/deg)

Autofahren Anhänger / Gespann / Kurve /

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