21. März 2013

Umweltbundesamt: Kältemittel 1234yf ist gefährlich

Klimaanlage wird aufgedreht

Foto: GTÜ/ Auto-Reporter.NET

Das Umweltbundesamt hat sich jetzt in die Sicherheitsdiskussion um die Gefährlichkeit des neuen Kältemittels 1234yf eingeschaltet und warnt die Autohersteller offiziell vor dem Einsatz des Mittels. Wie die Zeitschrift auto motor und sport berichtet, hat das UBA die Ergebnisse der Untersuchungen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) veröffentlicht und fordert die Hersteller auf, die Ergebnisse zu berücksichtigen. „Die Untersuchungen der BAM zeigen, dass mit dem Einsatz von 1234yf Gefahren verbunden sind. Die Gefahren ergeben sich aus dem beim Brandfall und bei hohen Temperaturen bereits ohne Brand aus dem Kältemittel 1234yf entstehenden Fluorwasserstoff.“

Das UBA verweist darauf, dass jährlich zwischen 30.000 bis 40.000 Fahrzeuge in Deutschland in Brand geraten. „Die Bildung von Fluorwasserstoff bei einem solchen Ereignis ist zu erwarten.“ Wie hoch das Brandrisiko des Kältemittels ist, könnten je nach Bauart des Autos nur die Hersteller durch Tests ermitten. In seiner Analyse fordert die BAM, „dass im Falle eines Einsatzes von 1234yf eine umfassende Gefahrenanalyse erforderlich ist und viele Maßnahmen zur Vorsorge getroffen werden müssen“.

Dazu gehören eine „konsequente Abschirmung heißer Oberfläche im Motorraum“, der „Einbau eines automatischen Löschsystems im Motorraum“ und Maßnahmen, die „eine Einleitung von Fluorwasserstoff in den Passagierraum im Gefahrenfall unmöglich machen“.  Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW haben bereits angekündigt, auf 1234yf zu verzichten und CO2 als Kältemittel einzusetzen. (Auto-Reporter.NET)

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