21. März 2013

Kfz-Gewerbe ist nur verhalten optimistisch

Mit einem blauen Auge davongekommen ist das Kfz-Gewerbe im Autojahr 2012. Gestiegenen Umsätzen im Service und bei Gebrauchtwagen standen deutliche Rückgänge im Neuwagenhandel gegenüber. Insgesamt erreichte das Kfz-Gewerbe mit seinen 37 800 Betrieben im Jahr 2012 ein Umsatzvolumen von 138,5 Milliarden (2011: 140,7) Euro und hat somit den Wert des Vorjahres mit minus 1,6 Prozent knapp verfehlt.

Autokauf beim Händler

Foto: Auto-Reporter.NET

Im Neuwagengeschäft gingen die Umsätze um 8 Prozent auf 54,6 Milliarden Euro zurück (2011: 59,3 Milliarden Euro). „Der Neuwagenhandel hat unter der privaten Nachfrageschwäche gelitten und musste auch der extrem hohen Quote der Hersteller- und der durch die Hersteller veranlassten Händlerzulassungen Tribut zollen“, sagte Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), in Berlin. Im Servicegeschäft stieg der Umsatz um 3,2 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro (2011: 29,3 Milliarden Euro). Der Gebrauchtwagenhandel blieb mit 44,2 Milliarden Euro (2011: 41,8 Milliarden Euro) um 5,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Rendite der Betriebe lag im Händlerdurchschnitt bei etwa 1,4 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Unter normalen Marktbedingungen, so der ZDK-Präsident, sei im Kfz-Gewerbe eine Umsatzrendite zwischen zwei bis vier Prozent erforderlich, um notwendige Investitionen tätigen und Mitarbeiter vernünftig aus- und weiterbilden sowie auch angemessen bezahlen zu können.

Die momentane Situation wird von den Kfz-Betrieben nach wie vor sehr verhalten beurteilt. Im aktuellen ZDK-Geschäftsklimaindex, erhoben von Ende Februar bis Anfang März, verharrt der Wert zur aktuellen Geschäftslage bei 117,7 Punkten auf niedrigem Niveau, und dies seit dem Sommer 2012. Alle drei Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchte, Service) weisen aktuell hohe negative Beurteilungsquoten auf.

So bezeichnen 47,1 Prozent der Befragten das derzeitige Neufahrzeuggeschäft als „schlecht“, und auch bei Gebrauchtwagen (30,2 Prozent) und sogar im Werkstattbereich (31,7 Prozent) überwiegt der Pessimismus. Hoffnungsvoll hingegen blicken die Betriebe in den Frühling: So stieg der Index zur erwarteten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2013 von 90,1 auf 114,4 Punkte. In allen drei Geschäftsbereichen geht die deutliche Mehrheit der Befragten von zumindest befriedigenden und damit saisonüblichen Geschäften aus. (auto-reporter.NET/hhg)

Unternehmen Gebrauchtwagen / Kfz-Gewerbe / Neuwagengeschäft / Neuwagenhandel /

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