22. März 2013

Seat kann seinen Verlust deutlich reduzieren

Seat hat im vergangenen Jahr seinen Jahresverlust deutlich reduzieren können. Trotz umfangreicher Investitionen von 652 Millionen Euro (2011: 555) in Forschung und Entwicklung und einer leichten Zunahme der Belegschaft konnte das Nachsteuerergebnis um 51 Prozent auf  Minus 30 Millionen Euro gesenkt werden.

Der neue Seat Leon in Rot 2013er

Seat Leon. Foto: Seat/Auto-Reporter.NET

Das Operative Ergebnis liegt um knapp 100 Millionen Euro über Vorjahr. Es beläuft sich für 2012 auf Minus 134 Millionen Euro, was eine Verbesserung um 42 Prozent gegenüber 2011 (-232 Mio. Euro) bedeutet.

„Das vergangene Jahr war mit dem substanziellen Rückgang der Fahrzeugnachfrage in Südeuropa noch schwieriger als prognostiziert. Aber bei SEAT haben wir unseren positiven Trend der vergangenen drei Jahre fortführen können“, betonte James Muir bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der Ergebnisse 2012. Seit 2009 hat das Unternehmen die Operativen Verluste, die sich damals noch auf 391 Millionen Euro beliefen, um zwei Drittel gesenkt.

Die Produktoffensive sowie die noch stärkere Internationalisierung waren neben dem ersten kompletten Jahr der Audi Q3 Produktion die Hauptfaktoren für das Wachstum. Das Resultat: Die Umsatzerlöse stiegen um über eine Milliarde Euro auf 6,1 Milliarden Euro bzw 21 Prozent.

Der Anteil der exportierten Fahrzeuge in 77 Länder wuchs von 79 auf 83 Prozent; Dennoch konnte die Export-Steigerung den Absturz des südeuropäischen Automobilmarktes (-16%) nicht kompensieren: Mit insgesamt 321.000 Fahrzeugen gingen die weltweiten Auslieferungen um 8,3 Prozent zurück. Insbesondere in Deutschland, das sich erstmals zum volumenstärksten Seat-Markt entwickelte, erzielte die spanische Marke mit einem Zuwachs um 22,5 Prozent exzellente Resultate – und dies bei einem Rückgang des deutschen Pkw-Gesamtmarktes um fast drei Prozent.

SEAT trieb auch außerhalb Europas das Wachstum voran: Zu den ausgezeichneten Ergebnissen in Mexiko (+16,6%), Nordafrika und dem Mittleren Osten kommen noch der Start in China sowie der Relaunch der Marke in Russland hinzu. SEAT vervierfachte die Auslieferungen in Algerien und legte in Israel um 43 Prozent zu. Insgesamt stiegen die Auslieferungen jenseits Europas um 46 Prozent. Knapp 18 Prozent des gesamten Absatzvolumens gingen 2012 in Märkte außerhalb dieses Kontinents – das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Im Jahr 2013 wird Seat die Leon Baureihe erweitern. In wenigen Wochen kommt der Leon SC in den Handel. Diesem Modell folgt noch vor Jahresende eine Kombi-Version. Diesen beiden Leon Varianten kommt eine Schlüsselrolle für die Steigerung des Absatzvolumens zu, denn sie erweitern die Marktabdeckung im A Segment, dem volumenstärksten in Europa, in dem auch der neue Toledo angesiedelt ist. (auto-reporter.NET/hhg)

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