26. März 2013

Verkehrsrecht: Schon einmal mit Cannabis aufgefallen, kann den Führerschein kosten

Zoll bei der Durchsuchung eines Pkw

Foto: Auto-Reporter.NET

Auch wenn ein Autofahrer behauptet, in der Nacht nur einmal Cannabis geraucht – und dann dennoch am Steuer seines Wagen gesessen – zu haben, kann ihm der Führerschein sofort entzogen werden. Dies dann, wenn der THC-Wert die Geringfügigkeitsgrenze von 1 ng/g beziehungsweise von ml (hier um 0,4 ng/ml) überstiegen hat, was eindeutig darauf hinweist, dass bereits am Tag zuvor oder sogar regelmäßig Joints geraucht worden sein müssen. Der für die Nacht eingeräumte Cannabiskonsum könne somit nicht ursächlich für den nachgewiesenen THC-Wert gewesen sein. (VwG Gelsenkirchen, 7 L 541/12)  Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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Kommentare

  • Jürgen sagt:

    Unmöglich finde ich das! Saufen darf man ohne Ende, aber das harmlosere Gras sorgt für Probleme!

  • bushdoctor sagt:

    Naja, wenn das Gericht das meint…
    Wissenschaftlich gesehen stimmt das nicht, denn ein THC-Wert von unter 5ng/ml im Blut hat keinen psychoaktiven Effekt mehr!
    Die US-Staaten Colorado und Washington, in denen Cannabis vollständig legal sind, haben diesen Wert als Grenze eingeführt. Vielen Patienten, die Hanf zu medizinischen Zwecken konsumieren, reicht aber auch dieser Wert nicht, da sich bei regelmäßigem Cannabis-Konsum eine leichte Toleranz einstellt und der Cannabinoid-Spiegel auch ohne unmittelbaren Konsum höhere ist. Cannabinoide bauen sich langsam ab und bei regelmäßigem Konsum kann THC >1ng/ml auch noch nach Tagen nach dem letzten Konsum nachgewiesen werden, obwohl die betreffenden Personen garantiert nicht „bekifft“ am Straßenverkehr teilnehmen…

    Gerecht ist was anderes! Hier bei uns in der BRD wird die Fahrerlaubnisverordnung als Ersatzstrafrecht missbraucht!

  • ZeroZero sagt:

    Das Fahrerlaubnisrecht wird bei Hanfkonsumenten als Ersatzstrafrecht
    mißbraucht. Auch Tage und Wochen nach einem letzten Konsum
    sind nicht psychoaktive THC Abbauprodukte im Körper nachweisbar.
    Obwohl nicht unter Einfluss von psychoaktivem THC ein Fahrzeug
    geführt wurde, verliert man seinen Führerschein.

    Der THC Grenzwert von 1ng/ml ist viel zu niedrig angesetzt. Vergleichbar
    mit 0,5 Promille Alkohol im Blut sollte der Grenzwert bei Hanf 4-5 ng/ml
    betragen.

    Was Autofahrer wohl sagen würden, wenn bei ihnen Leberwerte
    getestet werden, die belegen würden, das am letzten Wochenende
    gesoffen wurde und der Führerschein wird eingezogen?
    Neubeschaffung erst möglich, wenn minimum 6 Monate Abstinenz
    nachgewiesen werden und eine MPU absolviert wurde. Ein
    Aufstand im Land wäre gewiss.

  • derfroschmitlocken sagt:

    was für ein verkommenes land welches bürgern den lappen weck nimmt obwohl sie nie berauscht am steuer saßen. in denusa hat man cannabis legalisiert und einen grenzwert von 5ng/ml eingeführt. und selbst die druid-studie von europas drogenistitution, EMCDDA, kommt zu einem ergebnis als grenzwert von mindestens 4 ng/ml. was in deutscland in der drogenpolitik abgeht ist finsteres mittelalter und zu vergleichen mit der hexenverfolgung!

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