2. April 2013

Übernimmt Volkswagen Alfa Romeo ?

Nach einem Bericht des amerikanischen Fachmagazins „Wardsauto“ verhandeln Audi-Boss Rupert Stadter und Sergio Marchionne, in Personalunion Chef von Fiat und Chrysler, gegenwärtig über eine Übernahme von Alfa Romeo und dem früheren Alfa-Werk Pomigliano d‘Art, in dem gegenwärtig der Fiat Panda produziert wird.

Die Logos der Marken VW und Alfa Romeo

Foto: Auto-Reporter.NET

Laut dem Bericht wurden erfolgte Gespräche von gut unterrichteten Kreisen aus beiden Unternehmen bestätigt, die Themen – es könnte sich auch über einer Übernahme des Fiat-Zulieferers Magnetti Marelli handeln – allerdings nicht.

Fest steht jedoch, dass der finanziell angeschlagene Fiat-Konzern dringend Geld benötigt. Zum einen, um die im Januar verkündeten ehrgeizigen Pläne mit acht neuen Modellen inclusive hohen Investitionen in die Fabriken bis 2016 realisieren zu können, zu anderen, um  in den nächsten Monaten die Übernahme der restlichen Anteile an Chrysler von dem UAW- gewerkschaftseigenen Rentenfonds VEBA zu übernehmen.

Und die Zeit drängt, da Marchionne unbedingt vermeiden will, dass ein US-Richter den Wert der von der UAW gehaltenen Chrysler-Anteile – immerhin noch 41,5 Prozent – bestimmt. Denn – so fürchtet man in Turin – würde der Urteilsspruch höher ausfallen, als selbst die UAW derzeit akzeptieren würde. Also muss schnell Geld beschafft werden, was Fiat derzeit mit einem beantragten Bankkredit von knapp zwei Milliarden Euro derzeit versucht.

Gleichzeitig benötigt Fiat, das gegenwärtig von den Chrysler-Erträgen in schwarzen Zahlen gehalten wird, aber zusätzlich flüssige Mittel, um neue Produkte, Investitionen in die teilweise veralteten Fabriken und Verkaufsförderungsprogramme zur Stabilisierung der Verkäufe in Europa realisieren zu können.

Ein wie immer gestalteter Deal zwischen VW und Fiat macht also Sinn, zumal VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech nie einen Hehl aus seiner Wertschätzung für die Marke Alfa Romeo gemacht hat und der Wolfsburger Konzern mit Lamborghini, Ducati und der Design-Schmiede Italdesign-Giugiaro bereits über einige Standbeine in Italien verfügt.

Nur eine Übernahme von Alfa –  Marchionne hat wiederholt erklärt, dass die Marke nicht verkäuflich sei – würde aber vermutlich einen Aufschrei in der italienischen Öffentlichkeit verursachen. Bei der gleichzeitigen Übernahme der Ende der 60er Jahre errichteten Fabrik in Pomogliano könnte sich das jedoch drastisch ändern. Würde dann doch Volkswagen/Audi als Retter von vielen Tausend Arbeitsplätzen dastehen: und das zählt – besonders in diesen schwierigen Tagen in Italien besonders. (auto-reporter:NET/hhg)

Unternehmen Alfa Romeo / Rupert Stadter / Sergio Marchionne / Volkswagen /

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