4. April 2013

Verbraucherrecht: Wenn ein 45.000 € teurer Pkw 12 statt 7,9 Liter „auf 100“ schluckt…

Frau beim Autotanken

Foto: Auto-Reporter.NET

Verbraucht ein Pkw deutlich mehr Sprit, als er nach dem Verkaufsprospekt schlucken soll (hier 12 l statt 7,9 l pro 100 km/h), so kann der Kunde einen Preisnachlass verlangen. So entschieden vom Landgericht Detmold, nachdem die Vorinstanz die Klage auf Rückzahlung von 4.000 Euro abgewiesen hatte. Dort hatte man sich auf das Gutachten eines Sachverständigen gestützt, der bei der Fahrt in der Stadt und auf Landstraßen keine wesentliche Abweichung von der Angabe im Prospekt festgestellt hatte. Das Landgericht befand aber, dass der Verbrauch nach der Richtlinie 80/1268/EWG in der aktuellen Fassung auf einem Normprüfstand zu ermitteln sei. Nur dessen Werte würden in den Prospekt übernommen. Danach ergab sich ein Benzinverbrauch von durchschnittlich 9,3 Litern auf 100 km. Eine solche Abweichung müsse der Autobesitzer aber nicht hinnehmen. Ihm wurde ein Preisnachlass in Höhe von 1.800 Euro zugesprochen. (LG Detmold, 10 S 176/10) Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

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