17. April 2013

VDA: Pkw-Markt in China wächst weiter dynamisch

Der weltweite Pkw-Absatz zeigte sich im März erneut uneinheitlich. In den USA stiegen die Light-Vehicles-Verkäufe an (+3 Prozent), der chinesische Pkw-Markt unterstrich mit zweistelligem Zuwachs (+20 Prozent) seine Bedeutung als Wachstumslokomotive der globalen Pkw-Nachfrage. Westeuropa verbuchte abermals Absatzrückgänge.

Der Autoverkehr in China

Foto: Auto/Reporter.NET

In den USA konnten die deutschen Konzernmarken im vergangenen Monat erneut stärker als ihre Wettbewerber zulegen. Während der Gesamtmarkt bei Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) um gut drei Prozent auf 1,45 Millionen Einheiten stieg, setzten die deutschen Hersteller mit 114.700 verkauften Fahrzeugen über acht Prozent mehr Fahrzeuge ab.

Im gesamten ersten Quartal erhöhte sich der Absatz von Light Vehicles in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut sechs Prozent auf knapp 3,7 Millionen Neufahrzeuge. Die deutschen Hersteller steigerten ihre Verkäufe mit über acht Prozent stärker als der Gesamtmarkt – der Marktanteil der deutschen Konzernmarken lag bei 8,1Prozent (Vorjahr: 7,9 Prozent).

Der chinesische Pkw-Markt zeigte im ersten Quartal eine durchweg erfreuliche Entwicklung.  Seit Januar lagen die Pkw-Verkäufe um mehr als 25 Prozent über dem Niveau des Vorjahres – insgesamt wurden 3,9 Millionen Neufahrzeuge abgesetzt. Von der steigenden Nachfrage profitierten auch die deutschen Konzernmarken, die derzeit über einen Marktanteil von 22 Prozent verfügen.

In Indien schloss der Pkw-Markt das erste Quartal 2013 mit einem Minus von knapp zwölf Prozent ab – der Neuwagenabsatz ging auf 725.900 Einheiten zurück. Der Markt für Light Vehicles in Russland erreichte dagegen in den ersten drei Monaten das hohe Niveau des Vorjahres. Der Absatz stieg auf 616.800 Einheiten (+0,3 Prozent).

In Brasilien erreichten die Light Vehicles-Verkäufe im ersten Quartal 2013 ein Plus von gut zwei Prozent, insgesamt wurden 788.500 Neufahrzeuge verkauft. Im März dagegen ging der Absatz um mehr als fünf Prozent zurück – hier machte sich offenbar die im Februar in Kraft getretene erste Stufe der für 2013 schrittweise geplanten Anhebung der Industrieproduktsteuer bemerkbar. Um den Absatz wieder anzukurbeln, hat die brasilianische Regierung jetzt beschlossen, die ursprünglich für April und Juli angedachten Stufen 2 und 3 auf das Jahr 2014 zu verschieben.

Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa gingen im März um zehn Prozent auf knapp 1,3 Millionen Einheiten zurück. Zusätzlich zu der allgemein hohen Verunsicherung in den westeuropäischen Ländern wirkte sich die geringere Anzahl an Arbeitstagen negativ auf das Neuzulassungsniveau aus. Positive Ausnahme war erneut der britische Pkw-Markt. Im traditionell wichtigen Zulassungsmonat März legte der Pkw-Absatz dort um sechs Prozent auf 394.800 Einheiten zu. Deutschland (-17 Prozent), Frankreich (-16 Prozent) und Spanien (-14 Prozent) verbuchten zweistellige Rückgänge. In Italien schwächte sich der negative Trend der Vormonate mit einem Minus von fünf Prozent leicht ab. Im ersten Quartal lag der westeuropäische Pkw-Markt mit über 2,9Millinen Neufahrzeugen knapp zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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