23. April 2013

Verbraucherrecht: Ein „Montagsauto“ muss niemand auf Dauer fahren

Das Kammergericht Berlin hat einem Autokäufer Recht gegeben, der ein hochwertiges Auto (hier einen Jaguar XKR Cabrio) dem Leasingunternehmen zurückgeben wollte, weil es sich um ein „Montagsauto“ („Zitronenauto“) handele. Der Pkw hatte innerhalb von 1 1/2 Jahren „mindestens neunmal wegen unterschiedlicher Mängel in der Werkstatt“ gestanden – zum größten Teil wegen Garantiearbeiten.

Ein Mercedes wird in einer Werkstatt repariert

Foto: Auto-Reporter.NET

Dabei wurden unter anderem der Motor ausgetauscht, die Kompressor-Kühlmittelpumpe und das Spülventil erneuert, der Pedalweg und Stellungssensor konfiguriert, die Leitung zum Spülratensteuerventil erneuert, der Umlenkrolle-Antriebsriemen Kompressor erneuert, die Führung der Fensterheber gefettet und das Leder des Fahrersitzes bearbeitet.

Der Leasinggeber musste das Fahrzeug zurück nehmen. Obwohl an sich wegen jeden einzelnen Mangels das Recht bestanden hatte, zweimal „nachzubessern“, sei in solchen Fällen davon auszugehen, dass das Fahrzeug wegen Qualitätsmängeln als „insgesamt mangelhaft“ einzustufen sei. (KG Berlin, 12 U 35/08) Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

Autorecht & Urteile Kammergericht Berlin / Kompressor / Leasing / Leasingunternehmen / Verbraucherrecht / Werkstatt /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.