24. April 2013

ADAC: Immer weniger Straßen werden repariert

Die Qualität des Straßennetzes in Deutschland wird immer schlechter. Dafür verantwortlich sind neben strengen Wintern vor allem immer geringere Investitionen in den Erhalt. Der Verschleiß der Straßen nehme folglich immer dramatischere Ausmaße an, beklagt der ADAC.

Auto fährt ins Schlagloch

Schlagloch. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC

Wie der Automobilclub vom Deutschen Asphaltverband (DAV) erfahren hat, ging die Produktion von Asphalt im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr bundesweit um 18 Prozent auf 41 Millionen Tonnen zurück und sank damit auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dieser Einbruch bei der Asphaltproduktion offenbare, dass statt mehr immer weniger Geld für den Straßenerhalt ausgegeben werde.

In die Bundesfernstraßen werden laut ADAC im Schnitt rund fünf Milliarden Euro pro Jahr investiert. Der eigentliche Bedarf liege jedoch bei mindestens 7,5 Milliarden Euro. In den Kommunen belaufen sich die notwendigen Investitionen für den Straßenerhalt auf acht Milliarden Euro, tatsächlich geben die Städte und Gemeinden nach Angaben des ADAC nur fünf Milliarden Euro aus. Als Folge dieser Unterfinanzierung sei in Deutschlands Kommunen bereits jede zweite Straße kaputt. (ampnet/nic)

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