30. April 2013

Verkehrsrecht: Richtungswechsel des Autofahrers wiegt stärker als falsches Überholen eines Bikers

Verkehr auf deutschen Strassen

Foto: Auto-Reporter.NET

Stößt ein Motorradfahrer, der im Begriff ist, einen Autofahrer rechts – also auf der falschen Seite – zu überholen, mit dessen Pkw zusammen, so bedeutet das nicht unbedingt, dass seine Kfz-Haftpflichtversicherung für den Schaden einzustehen hat. Dies dann nicht, wenn der Autofahrer zunächst in die Mitte der Fahrbahn eingeordnet hatte, um links abzubiegen, dann aber seine Meinung änderte und nach rechts zog, um in eine Grundstückseinfahrt einzubiegen, was zu dem Zusammenprall mit dem Biker führte. Der Autolenker wehrte sich, seine Schuld für den Crash anzuerkennen, weil er den linken Blinker nicht gesetzt habe. Bei Gericht kam er damit nicht durch. Er habe durch sein Verhalten so gut wie gegen alle vernünftigen Regeln verstoßen, um den Unfall zu vermeiden: unter anderem durch das Setzen des (hier: linken) Blinkers, die frühzeitige Einordnung und die so genannte doppelte Rückschaupflicht. (LG Saarbrücken, 13 S 158/12)  Wolfgang Büser/ Auto-Reporter.NET

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