3. Mai 2013

Forschungsprojekt „e-STROM“ entwickelt hocheffiziente Klimatisierungsstrategien für Elektrofahrzeuge

Bei Temperaturen über 25 Grad und entsprechender Sonneneinstrahlung kann es im Auto unangenehm heiß werden. Klimaanlagen bieten den nötigen Komfort, nutzen aber in Elektrofahrzeugen die in der Batterie gespeicherte Energie und verringern damit oft deutlich die Reichweite. Das neue Forschungsprojekt e-STROM hat sich zum Ziel gesetzt, eine passive und damit energieeffizientere Klimatisierung zu entwickeln. Im Fokus der Forscher stehen vor allem innovative Materialien und neue Werkstoffkonzepte.

Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der VW Konzernforschung

Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der VW Konzernforschung. Foto: VW/Auto-Reporter.NET

Zu den technischen Herausforderungen bei Elektrofahrzeugen gehört aufgrund der begrenzten Batteriekapazität ein effizientes Temperaturmanagement, denn im Sommer muss die Fahrgastzelle gekühlt, im Winter beheizt werden. Beides verbraucht wertvolle Energie, die in der Hochvoltbatterie gespeichert ist und verringert damit oft deutlich die Reichweite des Elektrofahrzeugs.

Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, erklärt: „Die begrenzte Speichermöglichkeit von Energie in einem Elektrofahrzeug stellt uns bei Komfortfunktionen vor große Herausforderungen. Für Elektrofahrzeuge ist daher ein sinnvolles und energieeffizientes Thermomanagement wichtig, bei dem die Klimaanlage nur einen Teil zur Kühlung des Innenraums beitragen muss. Durch den Einsatz innovativer Werkstoffe kann zukünftig die Temperierung der Fahrgastzelle unterstützt und damit wertvolle Energie eingespart werden.“

Im Projekt e-STROM werden intelligente Klimatisierungsstrategien mit Hilfe innovativer Werkstoffkonzepte entwickelt, durch die sich die Temperatur in zukünftigen Elektrofahrzeugen effizient steuern lässt. Ziel des Projektes ist es, die Batterie zu jeder Jahreszeit von Klimatisierungsfunktionen zu entlasten und damit eine Entkopplung zwischen Reichweite und der Nutzung von Komfortfunktionen in Elektrofahrzeugen umzusetzen.

Die Forschungsinitiative ist auf drei Jahre angelegt und wird von der Volkswagen Konzernforschung koordiniert. Weitere Partner des Projektes sind TLK-Thermo GmbH, Fludicon GmbH, Spiga GmbH sowie die Fraunhofer Institute IWU und ISC. Das Projekt wird mit rund 1,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist Bestandteil der Fördermaßnahme „Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität“. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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