6. Mai 2013

Mit Kind und Kegel in den Urlaub

Familie fährt mit dem Auto in den Urlaub

Mit Kind und Kegel in den Urlaub. Foto: Audi/Auto-Reporter.NET

Gerade junge Eltern befürchten oft, dass eine Reise mit Kleinkindern womöglich anstrengender ist als ihr eingespielter Alltag. Wie junge Familien die gemeinsame Auszeit auf Reisen genießen können, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung): „Bei der Auswahl des Urlaubsortes sollte den Eltern bewusst sein, dass Kinder weniger gut mit starken klimatischen Veränderungen umgehen können als sie selbst. Zudem sind besonders Kleinkinder gesundheitlich anfälliger.“

Wer mit einem Säugling in den Urlaub fahren will, plant daher besser nicht gleich eine Reise in die Tropen. Auch hochgelegene Gebirgsregionen kann die ERV Expertin wegen des verminderten Luftdrucks und Sauerstoffgehalts nicht empfehlen. Aber nicht nur bei der Auswahl des Reiseziels, sondern auch bei der Reisevorbereitung sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Familien mit Babys und Kleinkindern, die mit dem Auto in den Urlaub starten, müssen die oft langen Fahrtzeiten vorbereiten. Denn ein quengelnder Nachwuchs kann schlimmstenfalls das Unfallrisiko erhöhen. „Eltern sollten frühzeitig vor der Abreise überlegen, wie sie die Kleinen auch über längere Strecken hinweg bei Laune halten können“, rät die Reiseexpertin der ERV. Lieder vorsingen überbrückt die Langeweile, ebenso Spielsachen wie eine Rassel oder das Lieblings-Kuscheltier.

Falls nötig sollte sich ein Elternteil mit nach hinten setzen und sich dem Nachwuchs widmen. Außerdem sind bei kleinen Mitfahrern über längere Strecken mehr Pausen nötig – zum Laufen, Strampeln, Krabbeln, Wickeln oder Füttern. Wer die Reisezeit dem Schlafrhythmus des Kindes anpasst, kann Genörgel von der Rückbank ebenfalls vermeiden. Motorengeräusche lassen Babys und Kleinkinder oft von alleine einschlafen. Viele Eltern zögern, mit ihrem Nachwuchs eine Flugreise anzutreten. „Ab einem Kindesalter von drei Monaten ist eine Flugreise in der Regel kein Problem. Flugzeiten von mehr als vier Stunden sind aber noch nicht ratsam“, so Birgit Dreyer. Eltern, die trotzdem unsicher sind, können einen Arzt um seine Einschätzung bitten. Schon bei der Buchung sollte unbedingt die Kindersitzfrage geklärt werden: Kinder bis vier Jahre können in Autokindersitzen reisen, wenn diese eindeutig für den Flugverkehr zugelassen sind. Alternativ bieten viele Fluggesellschaften Sitzschalen an.

Da Eltern mit kleinen Kindern häufig reichlich Handgepäck mit an Bord bringen, sollten sie die Möglichkeit zum Pre-Boarding nutzen. So können sie ohne Gedränge vor den anderen Passagieren einsteigen und in Ruhe den Platz für die Kinder vorbereiten. „Am besten nutzt nur ein Elternteil den Service, während der andere mit dem Kind bis zum Schluss im Wartebereich bleibt. Dort gibt es mehr Bewegungsfreiheit“, rät die Reiseexpertin. Auch während des Flugs sollten Eltern für ausreichend Unterhaltung der Kinder sorgen. Wichtig ist außerdem eine Trinkflasche: Während Start und Landung hilft das Nuckeln beim Druckausgleich. Kleidung zum Wechseln, Windeln sowie benötigte Medikamente gehören ebenfalls ins Handgepäck. (Auto-Reporter.NET)

Reise Kinder / Kindersitz / Urlaub /

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