8. Mai 2013

Den Caravan richtig beladen

PKW-Caravan-Gespanne gehören zu den sichersten Fortbewegungsmitteln. So zeigen die jüngsten Zahlen derBundesanstalt für Straßenwesen (BASt) von 2011, dass auf100.000 Pkws 509 Personenschäden entstanden sind, während auf 100.000 Caravan-Gespanne 15,6 Personen zu Schaden gekommen sind. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren deutlich reduziert. Dennoch gibt es ein Thema, das fast alle Wohnwagen-Besitzer kennen: Überladung. Schon geringes Mehrgewicht verschlechtert das Fahrverhalten und somit die Fahrsicherheit.

den Caravan richtig beladen

Keine Last mit der Last: den Caravan richtig beladen. Foto: Al-KO/Auto-Reporter.NET

Nicht nur das: In Deutschland und allen europäischen Ländern wird dies teuer bestraft. Überladen darf niemand seine Fahrt fortsetzen. Im Ausland gilt sogar das Prinzip der Zwangsausladung. Das bedeutet, dass man sein Hab und Gut unterwegs ausladen und zur Verschrottung überlassen muss. Das korrekte Gewicht von Caravan-Gespannen  st somit nicht nur wichtig für die Sicherheit, sondern auch für den Geldbeutel und das Punktekonto des Verkehrssünder-Registers. Hier leistet der Fahrzeugtechnikspezialist AL-KO mit verschiedenen Möglichkeiten zur Auflastung einen wertvollen Beitrag.

Die für jedes Fahrzeug individuellen Gewichts- und Lastvorgaben sind beim Caravan von entscheidender Bedeutung. Doch Gewicht ist nicht gleich Gewicht. Ob ein Gespann zu viel geladen hat, entscheiden verschiedene Gewichtsgrenzen. Zugfahrzeug und Wohnwagen können zusammen oder einzeln das zulässige Gesamtgewicht überschreiten. Auch die Achslasten, also die Belastungsmöglichkeiten von Vorder- und Hinterachse, spielen eine große Rolle. Sie werden von der Polizei beim Wiegen als Bezugsgrößen genommen. Zudem gibt die Anhängelast Auskunft darüber, wie schwer der Wohnwagen maximal sein darf.

Die Gewichtsangaben sind im Fahrzeugschein zu finden. Wenn die maximale Anhängelast des Fahrzeugs deutlich über der zulässigen Gesamtmasse des beladenen Wohnwagens liegt, ist der Fahrer auf der sicheren Seite. Der Stützlast kommt beim Fahren mit einem Caravan auch eine wichtige Bedeutung zu. Die Stützlast ist die Kraft, mit der die Anhängerdeichsel auf die Anhängerkupplung drückt. Für Kupplung und Deichsel gibt es Höchstwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Damit wird einer zu großen Belastung der Vorder- und Hinterachse und der Anhängevorrichtung entgegengewirkt.

Entsprechende Informationen lassen sich an den Typschildern der Anhängekupplung und Zugdeichsel ablesen. Sollten die Werte unterschiedlich sein, ist der Niedrigere entscheidend. Dieser Wert sollte ausgereizt werden, denn dies wirkt Pendelschwingungen des Wohnwagens entgegen und erhöht die Gespann-Stabilität. In Sachen Gewicht ist außerdem noch die 1:1-Regel zu beachten. Sie ist für Tempo 100 Voraussetzung und besagt, dass der voll beladene Caravan mit seinem zulässigen Gesamtgewicht nicht das Gewicht des leeren Zugfahrzeugs überschreiten darf. Diese Leermasse entspricht dem Gewicht des leeren Autos einschließlich des Fahrers mit 75 Kilogramm und allen Fahrzeug-Flüssigkeiten.

Mit den gesetzlichen Gewichtsangaben im Hinterkopf kann das Beladen beginnen. Schwere  Stücke sind grundsätzlich in der Mitte zwischen den Achsen und in Bodennähe zu lagern. Leichtes Gepäck gehört in die oberen Schränke und in den Bereich der Hinterachse. Ansonsten kann das Fahrzeuggespann durch eine schlechte Lastenverteilung zu leicht aus dem Gleichgewicht geraten. Generell gilt: Je tiefer der Schwerpunkt liegt, desto geringer fallen Fahrzeugbewegungen aus. Zudem ist es ratsam, das Auto voll zu beladen und auch dessen zulässiges Gesamtgewicht auszunutzen. Denn je schwerer der Zugwagen und je leichter der Wohnwagen, desto fahrstabiler ist ein Gespann. Um den Caravan zu erleichtern, empfiehlt es sich, auf die zweite Gasflasche im Sommer zu verzichten und den Frischwassertank erst komplett am Urlaubsort aufzufüllen. Wird auch auf schwere Konservendosen verzichtet, spart man zusätzlich Gewicht.

Ist alles ordnungsgemäß verstaut, bleibt oft die Frage, wie schwer das Gespann ist. Deshalb gilt es vor Fahrtantritt das Gewicht inklusive Gepäck und allen Mitreisenden auf einer Waage zu überprüfen. Der TÜV und die DEKRA bieten  hierfür günstige Wiegemöglichkeiten an. Sorgfältiges Beladen, richtige Gewichtsverteilung und Kontrolle auf der Waage sorgen für Sicherheit sowohl beim Fahren als auch bei Polizeikontrollen. (Auto-Reporter.NET)

Wohnmobile Anhängelast / Caravan / Gewicht / Wohnwagen / Zulässiges Gesamtgewicht /

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