14. Mai 2013

Hyundai schickt Veloster in die „Grüne Hölle“

Bevor Hyundai 2014 mit dem i20 WRC an der Rallye-Weltmeisterschaft teilnimmt, will der koreanische Automobilhersteller auch im Langstreckensport punkten. Der deutsche Importeur startet beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (19./20.5.2013) mit einem Veloster Turbo. Das Ziel in der ersten Phase des auf zunächst drei Jahre ausgelegten Projekts: Der kompakte Sportwagen mit dem unkonventionellen Türkonzept – eine Tür auf der Fahrer-, zwei auf der Beifahrerseite – soll bei seiner Eifel-Marathon-Premiere in der „Grünen Hölle“ vor allem ankommen. Schließlich lassen sich auf jedem absolvierten Nordschleifen-Kilometer wichtige Erfahrungen sammeln, die für die kommenden Einsätze und auch für Serienfahrzeuge genutzt werden können.

Bilder: Hyundai Veloster Turbo von Schumann Motorsport

Der 230 PS Motor des Hyundai Veloster Turbo von Schumann Motorsport Hyundai Veloster Turbo von Schumann Motorsport auf dem NürnburgringEingruppiert ist der Neuling in der Klasse SP2T für Turbo-Fahrzeuge bis 1600 Kubikzentimeter Hubraum. Er leistet im Renneinsatz 169 kW / 230 PS statt der 186-Serien-PS. Der Saarbrücker Hyundai-Vertragshändler Schumann, dessen Motorsportabteilung den Veloster aufgebaut hat und auch einsetzt, hat Rennprofi Brice Bosi (Luxemburg) für das Projekt gewinnen können. Ebenfalls mit an Bord sind der Motor-Journalist Paul Englert (Köln) sowie der Markenpokal-Champion Markus Lungstrass (Leichlingen) und Martin Zondle Martin Zondler (Graben-Neudorf), motorsporterfahrener Besitzer eines Hyundai-Autohauses. Teamchef und Initiator des Projekts ist Markus Schrick. Der Geschäftsführer von Hyundai Deutschland ist begeisterter Motorsportler und kennt die Nordschleife aus der Cockpitperspektive.

Der Aufbau des Veloster begann Anfang Januar 2013 bei Schumann Motorsport in Saarbrücken. Bereits 200 Arbeitsstunden später war der Rennwagen einsatzbereit. Das 230 km/h schnelle Coupé für die Nordschleife orientiert sich in seiner aktuellen ersten Ausbaustufe weitgehend am Serienmodell. Für den Renneinsatz wurde der Innenraum entkernt und mit einem Überrollkäfig versehen. Beim Turbomotor sorgt ein erhöhter Ladedruck von 1,5 bar (Serie: 0,95 bar) für die Mehrleistung von 44 PS. Damit die zusätzlichen Pferdestärken effizient auf den Asphalt übertragen werden, bekam der Veloster außerdem ein Vorderachsdifferenzial von Drexler spendiert.

Der Rennstall der Brüder Peter und Jürgen Schumann ist ein Ableger eines der größten und ältesten Hyundai-Autohäuser Deutschlands. Im Motorsport sind die Schumanns seit 1979 aktiv. Der erste Nordschleifen-Einsatz eines Schumann-Autos war 1987. Seit dem Jahr 2002 setzen die Saarländer Coupés der Marke Hyundai auf dem Nürburgring ein, zunächst rein privat, später mit Werksunterstützung. Neben dem Einsatz des brandneuen Veloster bringt das Team Schumann Motorsport auch einen eigenen Rennwagen an den Start: Ein Hyundai Genesis Coupe, das in der Klasse SP8 antritt. Herzstück des Grand Tourismo ist ein von Schumann Motorsport auf der Basis des Serientriebwerks entwickelter 4,0-Liter-V6 mit einer Leistung von 309 kW / 420 PS.

Koreas führender Autohersteller errichtet zurzeit auf einem 3050 Quadratmeter großen Areal in unmittelbarer Nähe zur Strecke für 5,5 Millionen Euro ein Testzentrum. Die neue Einrichtung dient als Ergänzung zum Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, wo unter anderem die Modelle i30, ix35 und i40 entwickelt wurden. Auf der Nordschleife werden zukünftig Weiterentwicklungen für die Serienproduktion erprobt. (ampnet/jri)

Motorsport Hyundai / Hyundai Veloster / Nordschleife / Rennwagen / Schumann Motorsport /

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.