7. Juni 2013

Audi: Auch im Rennsport ist aktive Sicherheit ist wichtig

Im Cockpit des Audi R 18 e-tron

Audi R 18 e-tron.

Noch zwei Wochen bis zum 90. Geburtstag der 24 Stunden von Le Mans. Die passive Sicherheit eines Autos schützt den Fahrer bei einem Unfall vor Verletzungen und hilft, Aufprallenergie zu absorbieren. Längst aber gewinnt auch die aktive Sicherheit im Rennsport an Bedeutung. Moderne Assistenzsysteme wie die des Audi R18 e-tron quattro entschärfen Gefahrensituationen schon im Vorfeld.

Audi-Kunden wissen die Hilfen im Alltag längst zu schätzen: Der Audi side assist erleichtert den Spurwechsel; Audi pre sense hilft, Unfälle zu vermeiden; der Nachtsichtassistent markiert Fußgänger – um nur einige Beispiele zu nennen. Für den Rennsport ist allerdings nicht das gesamte Spektrum der Technik geeignet. So wird von Rennfahrern erwartet, dass sie ihr Talent am Lenkrad beweisen und ihnen die elektronischen Assistenten nicht die spannendsten Aufgaben abnehmen.

Dennoch ergeben sich bei Audi auch im Hinblick auf Assistenzsysteme neue Synergien zwischen Serie und Rennsport: In der Lichttechnologie steigerte Audi seine Leistungsfähigkeit im LMP-Rennsport seit 2006 bei der Leuchtweite um 85 Prozent. Bei der Nachtfahrt in Le Mans profitieren die Fahrer heute von einem über 800 Meter langen Lichtstrahl. Jeder Scheinwerfer besteht aus acht LED-Einheiten. Inzwischen erlaubt das Matrix-Beam-Prinzip, das Licht in einzelne Segmente aufzuteilen. Im Serienauto ist damit blendfreies Fahren mit Fernlicht möglich. Im Rennwagen setzt Audi die Technik als Kurvenfahrlicht ein: Die LEDs auf der Kurvenaußenseite werden heruntergedimmt, die auf der Kurveninnenseite leuchten heller. Dabei spürt der Fahrer deutlich, dass die Fahrbahn in seiner Blickrichtung besser ausgeleuchtet wird.

Darüber hinaus verfügt der Audi R18 e-tron quattro über einen digitalen Rückspiegel. Da bei einem geschlossenen LMP-Modell die hintere Seite des Monocoques zum Motorraum hin ohne Scheibe ausgeführt ist, kann kein konventioneller Spiegel verwendet werden. Eine kleine Kamera ist oberhalb des Fahrers auf dem Dach montiert und nach hinten ausgerichtet. Sie erfasst den rückwärtigen Verkehr mit einem Öffnungswinkel von 60 Grad. Das elektrische Signal wird an einen Bildschirm im Cockpit übertragen. Innovativ ist die AMOLED-Technologie des Bildschirms. Die Abkürzung steht für Active Matrix Organic Light Emitting Diode, also eine organische Leuchtdiode mit Aktiv-Matrix-Technik.

Im Vergleich zu einem Flüssigkristall-Display ist der Kontrast zehnmal besser und der Energieverbrauch um 30 Prozent geringer. Bei 6,8 Zoll Bildschirm-Diagonale besteht der Schirm aus 600.000 Pixeln. Jedes Pixel ist einzeln ansteuerbar. Die Rennfahrer profitieren von dem System vielfach: Der Schirm bleibt vibrationsfrei, ein Spiegel nicht. Der tote Winkel hinter dem Auto ist verschwunden. Beim Überrunden können die Fahrer besser einschätzen, wann sie die Linie wechseln können. Und im Zweikampf ist erkennbar, ob ein Konkurrent von links oder rechts angreift. Audi erprobt den digitalen Spiegel bereits im R8 e-tron. Das System besitzt das Potenzial, künftig auch im Straßenverkehr eingesetzt zu werden.

Mit seinen Zusatzfunktionen wird auch das Lenkrad bei der heutigen Strategie im Rennsport zu einem wichtigen Assistenzsystem. 13 Druckknöpfe sind auf der Vorderseite angeordnet. Über diese lassen sich beispielsweise die Bremskraftverteilung, die Traktionskontrolle, der Funk, die Getränkezufuhr, der Anlasser und Elektronik-Funktionen regeln. Hinzu kommen fünf Drehschalter, mit denen der Fahrer die Kennfelder für den Motor und die Schlupfregelung beeinflusst. Zentral im Blickfeld ist eine digitale Anzeige für absolute Rundenzeiten, Zeiten in Streckensektoren, die Differenz zu bereits gefahrenen Rundenzeiten oder die Luftdrücke in den Reifen. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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