7. Juni 2013

Behörden stellen Kältemittel auf den Prüfstand

Opel Mokka mit Kältemittel R1234yf

Opel-Crashtest mit Kältemittel bei Fachleuten umstritten. Foto: Opel/Auto-Reporter.NET

Kraftfahrt-Bundesamt plant zweistufigen Versuch mit umstrittenem Kältemittel R1234yf Voraussichtlich Ende Juli wird es einen offiziellen Test geben, mit dem Autohersteller die Sicherheit ihrer Fahrzeuge mit dem Kältemittel R1234yf belegen müssen. Das erfuhr AUTO BILD jetzt aus Branchenkreisen und berichtet in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 23). Für das zweistufige amtliche Testverfahren lässt das Kraftfahrt-Bundesamt in Crashtests an verschiedenen Modellen (unter anderem Opel, Mercedes, Hyundai, Subaru und Toyota) ermitteln, an welchen Stellen die Klimaanlage bei Unfällen beschädigt wird. Im zweiten Schritt präparieren die Tester die Klimaanlage eines Wagens gleichen Typs mit diesen Defekten. Dann untersuchen sie anhand verschiedener Fahrprofile, wie groß die Brandwahrscheinlichkeit ist. In ähnlicher Form hatte Daimler im vergangenen Herbst A- und B-Klasse getestet – und festgestellt, dass sich R1234yf in der Mehrzahl der Versuche entzündete.

Der amtliche R1234yf-Test kann weitreichende Konsequenzen haben: Sollte sich herausstellen, dass nicht nur Mercedes-Modelle mit dem neuen Kältemittel in Brand geraten, muss die EU ihre Haltung zum Kältemittel überdenken und eine Fristverlängerung für die Nutzung des klimaschädlichen, alten Kältemittels R134a in Betracht ziehen. (Auto-Reporter.NET)

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