12. Juni 2013

Selbst der Autoführerschein kann in Gefahr geraten

Mit schönerem Wetter steigen auch wieder mehr Bundesbürger auf ihr Fahrrad. Das ist gut, denn Radfahren ist umweltfreundlich, gesund und macht Spaß. Doch die Freiheit auf zwei Rädern endet da, wo die Straßenverkehrsordnung (StVO) anfängt. Diese enthält zwar hauptsächlich Vorschriften für Auto- und Motorradfahrer, aber auch die Radfahrer haben sich an bestimmte Regeln zu halten. Sonst drohen ihnen ebenfalls Bußgelder und im schlimmsten Fall sogar der Verlust des Führerscheins.

Frau auf Fahrrad telefoniert

Foto: Auto-Reporter.NET

Was viele nicht wissen: Selbst Verstöße gegen Verkehrsregeln, die im offiziellen Bußgeldkatalog nicht ausdrücklich für Radler ausgewiesen sind, können zu einem „Knöllchen“ für den Radler führen. Dabei gilt in den meisten Fällen, dass Fahrradfahrer ab einem Bußgeld von 35 Euro die Hälfte jenes Betrages berappen müssen, der für einen Auto- oder Motorradfahrer verhängt würde. So werden Kraftfahrer etwa für eine Verletzung des Rechtsfahrgebots bei Gegenverkehr in der Regel mit 80 Euro zur Kasse gebeten. Einen Radfahrer kostet dieses Vergehen 40 Euro Strafe.

Da alle Ordnungswidrigkeiten im Verkehr, die mit einem Bußgeld ab 40 Euro geahndet werden, ebenso wie alle Straftaten im deutschen Verkehrszentralregister (VZR) in Flensburg gespeichert werden, können Punkte, die mit dem Fahrrad gesammelt werden, letztlich mit zum Verlust des Autoführerscheins beitragen.

Eine von Radfahrern häufig gestellte Frage ist die, inwieweit die Benutzung von Radwegen verpflichtend ist. Hierfür gilt: Handelt es sich um einen entsprechend ausgewiesenen oder gemeinsamen Rad-/Fußweg rechts von der Straße in Fahrtrichtung, muss dieser benutzt werden. Andernfalls kann ein Bußgeld von mindestens 20 Euro fällig werden. Bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder einem Unfall kann dieser Betrag auch noch deutlich höher ausfallen.

Wer meint, er könne auf dem Fahrrad eine rote Ampel weniger ernst nehmen als mit dem Auto, kann dafür mit 45 bis 120 Euro Strafe zur Kasse gebeten werden. Einen Punkt in Flensburg gibt es gegebenenfalls obenauf.

„Radfahrer sollten sich aber nicht nur wegen der drohenden Bußgelder an die allgemeinen Verkehrsregeln halten“, empfiehlt Michael Vieregge von den Concordia Versicherungen in Hannover. Ein respekt- und rücksichtsvolleres Verhalten im Straßenverkehr komme letztlich allen daran Beteiligten zugute,betont er.  (Auto-Reporter.NET)

Autorecht & Urteile Autoführerschein / Bußgeld / Fahrrad / Knöllchen / Ordnungswidrigkeit / Radfahrer / Straßenverkehrsordnung /

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