19. Juni 2013

Fahrradunfall: „Ohne Helm“ 20 Prozent Mitverschulden

Frau hat sich beim Fahrradunfall verletzt

Foto:Colourbox.de/Auto-Reporter.NET

Stürzt ein Fahrradfahrer bei einem – unverschuldeten – Zusammenstoß mit einem anderen Verkehrsteilnehmer und verletzt er sich schwer am Kopf, so hat er eine Mitschuld (hier wurden 20 % festgestellt), wenn er keinen Fahrradhelm getragen hat. Das gelte jedenfalls dann, wenn sich herausstellt, dass ein Helm die Verletzungen ver- oder gemindert hätte. Zwar bestehe für Radfahrer keine gesetzliche Helmpflicht.

Jedoch seien sie im täglichen Straßenverkehr einem besonderen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Es sei unzweifelhaft, dass ein Helm vor Kopfverletzungen schütze, auch sei die Anschaffung wirtschaftlich zumutbar. „Daher kann nach den heutigen Erkenntnissen grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird.“ (Schleswig-Holsteinisches OLG, 7 U 11/12) Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

Autorecht & Urteile Fahrradunfall / Mitschuld / Radfahrer / Straßenverkehr /

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