24. Juni 2013

Autobranche: Trotz Nachfragekrise in Europa verlängern Hersteller Sommerferien nicht

Fertigung von Autos in einem Werk

Automobilproduktion. Foto: Opel/Auto-Reporter.NET

Aufgrund der hohen Nachfrage wird Daimler in den Sommermonaten auf Werksferien verzichten. „Vorübergehend werden wir rund 4.500 Ferienbeschäftigte in den deutschen Pkw-Werken einstellen“, sagte ein Daimler-Sprecher auf Nachfrage der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Diese werden in Sindelfingen (C-, E- S-Klasse), Rastatt (A- und B-Klasse) und im Aggregatewerk Untertürkheim zum Einsatz kommen. In Bremen, wo ab 2014 erstmals die C-Klasse vom Band laufen soll, und im Smart-Werk Hambach, das sich auf den Nachfolger des Fortwo vorbereitet, ruht dagegen die Produktion.

Auch BMW wird einem Sprecher zufolge keine grundsätzliche Sommerpause einlegen: „Durch unsere hohe Arbeitsflexibilität können wir auf Ferienarbeiter verzichten.“ Wegen Arbeiten an der Lackieranlage wird lediglich im Werk Dingolfing die Fertigung für zwei Wochen ausgesetzt.

Bei Audi läuft der A3 in Ingolstadt weiter vom Band, während die Produktion des A4, der vor einem Modellwechsel steht, für drei Wochen unterbrochen wird. Im Werk Neckarsulm wurde eine dreiwöchige Betriebsruhe vereinbart. Selbst bei den deutschen Volumenherstellern sind keine Anzeichen einer sich verschärfenden Krise auszumachen – obwohl die europäische Pkw-Nachfrage so niedrig ist wie zuletzt vor 20 Jahren. VW hat einen dreiwöchigen Werksurlaub vereinbart. Die Ausnahme bildet Zwickau: Dort wird der Anlauf des Golf Variant vorbereitet und deshalb zum Teil durchgearbeitet. Auch Opel schickt die Beschäftigten in den deutschen Werken für drei Wochen in den Urlaub, ebenso wie Ford in Saarlouis. In Köln beträgt die Pause vier Wochen, weil dort ein anderer Schichtplan gilt. (Auto-Reporter.NET)

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