24. Juni 2013

Goodwood Festival of Speed 2013: Versteigerung eines Mercedes-Benz W 196 R

Mercedes-Benz W 196 R Stromlinie wird versteigert

Mercedes-Benz W 196 R Stromlinie.

Die Versteigerung eines Mercedes-Benz Grand-Prix-Rennwagens vom Typ W 196 R am 12. Juli 2013 begleitet das diesjährige Goodwood Festival of Speed in West Sussex, England. Die Auktion wird ein Höhepunkt des Wochenendes sein, das ganz im Zeichen des Motorsports steht. Mercedes-Benz Classic ist bei dieser 20. Auflage der einzigartigen Motorsport-Gartenparty (11. bis 14. Juli 2013) innerhalb des Auftritts von Mercedes-Benz UK mit zahlreichen exklusiven Fahrzeugen aus der Rennsportgeschichte der Marke vertreten. Dazu gehören legendäre Silberpfeile der Vor- und Nachkriegszeit, aber auch Automobile aus der Frühzeit des Rennsports – ein Glanzpunkt ist ein originaler „Prinz-Heinrich-Wagen“ der Marke Benz von 1910.

Auf dem Mercedes-Benz Silberpfeil vom Typ W 196 R mit der Fahrgestellnummer 006/54 gewinnt Juan Manuel Fangio 1954 die Großen Preise von Deutschland und der Schweiz. Mit diesen Siegen legt Fangio entscheidende Grundsteine für seinen ersten Formel-1-Weltmeistertitel mit Mercedes-Benz. Gleichzeitig feiert die Stuttgarter Marke 1954 mit dem W 196 R eine triumphale Rückkehr nach dem Zweiten Weltkrieg in den Grand-Prix-Sport.

Während des diesjährigen Goodwood Festival of Speed versteigert das britische Auktionshaus Bonhams am 12. Juli 2013 nun genau diesen W 196 R mit der Fahrgestellnummer 006/54 in einer exklusiven Auktion. „Dieses einmalige Angebot hat eine außerordentliche Strahlkraft für alle Interessierten des historischen Motorsports“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic, „denn das Fahrzeug war und ist der einzige erhaltene originale Silberpfeil der Nachkriegsära, der sich in privatem Eigentum befindet.“
Im Vorfeld der Auktion haben die Experten von Mercedes-Benz Classic den 1973 von der damaligen Daimler-Benz AG dem National Motor Museum in Beaulieu (England) gestifteten und von dem Museum 1980 an einen privaten Sammler verkauften Silberpfeil im Rahmen einer Herstellerexpertise untersucht. Auf der Basis dieser detaillierten Prüfung sowie der lückenlosen Dokumentation durch Mercedes-Benz Classic haben die Markenhistoriker eine ausführliche Expertise zur Originalität und Authentizität des Fahrzeugs erstellt. „Dank unserer Expertise gibt es keinerlei Unklarheiten zu diesem Rennwagen“, sagt Michael Bock. „Sie belegt die Historie und Originalität des Fahrzeugs vollständig und nachvollziehbar.“

An die glänzenden Rennerfolge der zweiten Silberpfeil-Ära von 1954 und 1955 knüpft Mercedes-Benz Classic beim Goodwood Festival of Speed 2013 an und macht sie mit Demonstrationsfahrten eines W 196 R aus der eigenen Sammlung lebendig. Insgesamt existieren von ehemals 14 gebauten Fahrzeugen dieses Typs nur noch 10 Stück: Sechs W 196 R gehören zur Sammlung von Mercedes-Benz Classic, hinzu kommen noch Museumsfahrzeuge in Turin, Wien sowie Indianapolis; und das in Goodwood zur Versteigerung aufgerufene Fahrzeuge mit der Fahrgestellnummer 006/54. Passend zum W 196 R zeigt Mercedes-Benz Classic auch den Renntransporter „Blaues Wunder“ von 1955 als authentischen Nachbau aus dem Jahr 2001 sowie ein für den Einsatz bei strapaziösen Langstreckenrennen und -rallyes gebautes 300 SLR Coupé. Dieses sogenannte „Uhlenhaut-Coupé“ gelangt zwar nie zum Renneinsatz, wird aber als Test- und Reisewagen des Mercedes-Benz Konstrukteurs Rudolf Uhlenhaut berühmt.

Im Rahmen des legendären Festivals in West Sussex (England) ist außerdem ein Vorkriegs-Silberpfeil W 154 am Start. Mit einem Silberpfeil dieses Typs gewinnt Rudolf Caracciola 1938 seinen dritten Europameistertitel im Grand-Prix-Sport für Mercedes-Benz. Zeuge einer noch deutlich älteren Rennsport-Epoche ist der „Prinz-Heinrich-Wagen“ von Benz aus dem Jahr 1910, den Mercedes-Benz Classic originalgetreu und mit dem Anspruch höchster Authentizität restauriert hat. An die Geburtsstunde des Automobils im Jahr 1886 erinnert schließlich ein Benz Patent-Motorwagen.

Der dunkelgrüne „Prinz-Heinrich-Wagen“ mit der weißen Startnummer 38 erlebt auf dem Festival sein öffentliches Fahr-Debüt nach der aufwendigen Restaurierung durch die Experten von Mercedes-Benz Classic. Das mehr als 100 Jahre alte Fahrzeug ist ein faszinierender Zeitzeuge der motorsportlichen Innovationen in den frühen 1900er-Jahren. Damals ist die Prinz-Heinrich-Fahrt, benannt nach dem Bruder des deutschen Kaisers, eines der bedeutendsten Rennen in Europa. 1908 richtet der Kaiserliche Automobil-Club das Rennen zum ersten Mal aus, zum Start sind ausschließlich viersitzige Serienwagen zugelassen. Benz & Cie. baut von 1908 bis 1910 eigens für das Rennen konzipierte „Prinz-Heinrich-Wagen“ mit verschiedenen Motorkonfigurationen.(Auto-Reporter.NET)    Goodwood Festival of Speed 2013: Versteigerung eines Mercedes-Benz W 196 R. (Auto-Reporter.NET)

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