24. Juni 2013

Urlaubsgepäck: Wenn der Koffer zum tödlichen Geschoss wird

Sommerzeit ist Reisezeit. Vielfach verstauen Autofahrer ihr Urlaubsgepäck aber immer noch falsch. Koffer, Klappstühle und Kühlboxen können damit zur tödlichen Gefahr werden, wie der ADAC in einem aktuellen Crashtest noch einmal zeigt. Die Unterschiede zwischen schlechter Sicherung und gut verstautem Sommergepäck sind im Crashtest groß gewesen.

Die Ladung in einem Kombi schließt nach vorne

Die Ladung schießt ungebremst nach vorne.

Während die korrekt geladene und mit wenigen Handgriffen befestigte Ladung beim Frontal-Crash (50 km/h) nur zu leichten Schäden führt, ist der Innenraum bei schlecht gesichertem Gepäck völlig demoliert, die Insassen sind mindestens schwer verletzt. Wenn lose Gepäckstücke an die Rücken der Passagiere krachen, dann mit dem 30 bis 50zig-fachen ihres Gewichts – die menschlichen Lendenwirbel und Köpfe halten dem nicht Stand.

Auch das in Sommermonaten bei Beifahrern häufige beobachtete lässige Sitzen mit den Beinen auf der Ablage ist laut ADAC-Test lebensgefährlich: Die Beine werden in Richtung Kopf geschleudert und dieser schlägt mit großer Wucht auf die Unterschenkel – schwerste Verletzungen sind auch hier die Folge.

Der ADAC empfiehlt für Urlaubsfahrten nur Autos mit Zurrösen zu nutzen und das Gepäck daran zu befestigen. Auch der Fahrzeuggurt sollte zur Ladungssicherung verwendet werden. Schwere Gegenstände gehören nach unten, besonders schweres Gepäck sollten die Insassen im Fußraum deponieren. Die Rücksitze sollten nicht grundsätzlich umgeklappt werden, sie können als schützende Trennwand dienen. Lose Teile sind am besten in einer Transportbox unterbringen, bruchgefährliche Dinge können in Decken eingewickelt werden. (ampnet/jri)

Fahrberichte & Tests Crashtest / Frontal-Crash / Gepäck / Ladung / Sicherung /

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