26. Juni 2013

Fahrrad-/Fußgängerunfall: Der Radler hat die höhere Sorgfaltspflicht

zwei Radfahrer im Straßenverkehr von hinten

Radfahrer.

Fährt ein Fahrradfahrer auf einem gemeinsamen Rad-/Fußweg dicht an einer Hauswand vorbei und tritt gleichzeitig eine Person aus einer Hofeinfahrt auf den Weg, so haftet der Radfahrer für den entstandenen Schaden allein, wenn die beiden „zusammenrasseln“. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main entschieden.

Denn grundsätzlich träfen den Radfahrer höhere Sorgfaltspflichten als den Fußgänger, von dem nicht verlangt werden könne, dass er zunächst vorsichtig um die Ecke schaue, bevor er den Gehweg betrete. Dagegen hätten Radfahrer die Belange von Fußgängern auf gemeinsamen Rad-/Fußwegen besonders zu beachten, und vor allem bei unklarer Verkehrssituation Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um im Notfall schnell anhalten zu können. (OLG Frankfurt am Main, 22 U 10/11) Wolfgang Büser/Auto-Reporter.NET

Autorecht & Urteile Fußgänger / Fußweg / Oberlandesgericht Frankfurt am Main / Radfahrer / Schrittgeschwindigkeit / Sorgfaltspflicht /

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