30. Juni 2013

Mercedes darf vorerst weiter das alte Kältemittel R134a einsetzen

Beim jetzt schon monatelang anhaltenden Streit zwischen Mercedes und der Europäischen Union um den Einsatz des Kältemittels R134a in seinen Klimaanlagen haben die Stuttgarter einen ersten Sieg errungen, der ihnen zumindest viel Zeit einbringt. Möglich machte es das Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg.

Mercedes-Benz S-Klasse Mittelkonsole und Cockpit

Auch die neue S-Klasse von Mercedes darf vorerst weiter das alte Kältemittel einsetzen.

Parallel zur Hängepartie zwischen Stuttgart und Brüssel und den gerade angelaufenen Tests des TÜV Rheinland, ob das seit 1. Januar vorgeschriebene neue Kältemittel R1234yf nun gefährlich ist oder nicht, hatte Mercedes die bereits erfolgten Typgenehmigungen für seine neuen Modelle der A-, B- und SL-Klasse storniert und lediglich eine Erweiterung der Typengenehmigungen für die jeweiligen Vorgängermodelle beantragt.

Ein juristisch völlig legaler Vorgang, da eine neue Typengenehmigung nur dann erforderlich ist, wenn das neue Modell nur noch in wenigen Details dem Vorgängermodell gleicht. Wird aber zum Beispiel die Plattform übernommen, reicht eben eine erweiterte Typengenehmigung, die auch nachträglich noch beantragt werden kann.

Laut KBA ist das gängige Praxis und wird auch von anderen Herstellern genutzt. Und da im Fall Mercedes keine Gründe dagegen sprachen, habe man den Anträgen stattgegeben. Es lebe also die gute Rechtsberatung. Dennoch wäre es wünschenswert, wenn endlich Klarheit herrschen würde, ob das neue Kältemittel, das nach den EU-Richtlinien in alle Fahrzeuge gefüllt werden muss, die nach dem 1. Januar 2011 neu zugelassen sind, nun sicher ist oder nicht. Und da ist auch Brüssel gefordert. Nur die Entscheidung des KBA als nicht akzeptabel zu bezeichnen und auf der Richtlinie zu beharren, reicht nicht aus. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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