4. Juli 2013

Formel 1 Nürburgring: Hinterreifen mit Kevlar-Gürtel

Pirelli Reifen „P Zero White (medium)“ und „P Zero Yellow (soft)“ für die Formel 1

„P Zero White (medium)“ und „P Zero Yellow (soft)“ Mischungen.

Nur eine Woche nach dem britischen Grand Prix in Silverstone steht eine weitere Traditions-Rennstrecke im Formel 1-Kalender: der Nürburgring. Pirelli nominierte für dieses Rennen die Slicks P Zero White (medium) und Yellow (soft). Diese Kombination fuhren die Teams das letzte Mal im April beim Grand Prix von China. Allerdings werden diesmal die Hinterreifen beider Mischungen mit einem Kevlar-Gürtel geliefert. Diese Slicks testeten die Teams schon während des freien Trainings zum Grand Prix von Kanada in Montreal. Zu diesem Schritt entschloss sich Pirelli nach der Pannenserie in Silverstone.

Der Reifenhersteller konnte allerdings nachweisen, dass eine Kombination mehrerer Faktoren für die Reifenschäden verantwortlich waren: seitenverkehrt montierte Hinterreifen, niedrige Reifendrücke, extreme Stellwinkel beim Radsturz sowie hohe Kerbs. Obwohl die Formel 1-Reifengeneration 2013 von Pirelli bei korrekter Handhabung absolut sicher ist, liefert das Unternehmen die Reifen mit Kevlar-Gürtel zum Nürburgring, da diese einfacher zu managen sind.

Paul Hembery: „Überraschender Weise gehört der Nürburgring zu den Strecken, auf denen wir bislang die wenigsten Erfahrungen sammeln konnten. Als Formel 1-Lieferant waren wir erst einmal in der Eifel. Aber wir sind sicher, dass wir uns mit der Nominierung der Mediums und der soften Slicks für den richtigen Kompromiss zwischen Performance und Haltbarkeit entschieden haben. Auch 2011 lieferten wir diese beiden Mischungen, doch seitdem sind die Reifen weicher und schneller geworden. Daher erwarten wir niedrigere Rundenzeiten und durchschnittlich drei Boxenstopps pro Fahrer.

Auf dem Nürburgring müssen einige Aspekte des Reifenmanagements besonders beachtet werden, wie das Überfahren der Kerbs in den Schikanen. Wir erwarten, einen Zeitunterschied zwischen den beiden nominierten Mischungen zwischen 0,8 Sekunden und einer Sekunde pro Runde. Das bietet Raum für unterschiedliche Strategien im Rennen. Die Hinterreifen mit Kevlar-Gürtel liefern wir als Folge der Vorfälle in Silverstone nur zu diesem Rennen. Zwar sind die Slicks der Saison 2013 mit Stahlgürtel bei korrekter Handhabung absolut sicher, aber das Management der Modelle mit Kevlar-Gürtel ist einfacher.

So lange kein System existiert, mit dem wir die Reifendaten wie Luftdruck und Radsturz kontrollieren können, deren falsche Einstellung zu den Ursachen für die Reifenpannen beim britischen Grand Prix gehörten, bevorzugen wir, weniger anspruchsvolle Reifen zu liefern. Ab dem Grand Prix von Ungarn erhalten die Teams eine völlig neue Reifenkollektion, welche die Eigenschaften der Reifen 2012 mit der verbesserten Performance der Slicks 2013 kombiniert.“ (Auto-Reporter.NET)

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