9. Juli 2013

Unpassendes Schuhwerk erhöht Unfallgefahr

In der Sommerhitze lechzen Autofahrer nach Abkühlung. Aber nicht alles, was kühlt, ist am Steuer zu empfehlen, warnt DEKRA. Hier die Tipps der Experten zu den wichtigsten Hitze-Themen.

Frau wechselt die Schuhe für die gefahrlose Autofahrt„Wer sich barfuß, mit Flipflops, Pantoletten oder Schuhe mit Stöckelabsätzen ans Steuer setzt, geht ein erhöhtes Unfallrisiko ein“, warnt Thomas Gut, Unfallanalytiker bei DEKRA. „Mit leichtem oder ganz ohne Schuhwerk kann der Fuß viel leichter vom Pedal rutschen als mit fester Sohle. In einer Gefahrensituation hat das möglicherweise fatale Folgen.“ Kann der Fahrer nicht die volle Bremsleistung aktivieren, verschenkt er wertvollen Bremsweg, was im Zweifelsfall über einen Unfall entscheidet. Mit nackten Füßen oder Flipflops zu fahren ist zwar nicht ausdrücklich verboten. Kommt es aber zum Unfall, muss der Fahrer, mit Verweis auf seine Sorgfaltspflicht, mit einem Bußgeld rechnen und unter Umständen auf unangenehme Fragen seiner Versicherung gefasst sein. Wer beruflich unterwegs ist, muss grundsätzlich festes Schuhwerk tragen.

Auch das an heißen Tagen beliebte Fahren mit freiem Oberkörper hat seine Tücken. Bei einer Vollbremsung oder einem Unfall kann es unangenehm werden, wenn die Insassen in den Gurt katapultiert werden. Zwischen Gurt und Haut entwickelt sich dabei eine starke Reibungshitze, die schmerzhafte Brandverletzungen verursachen kann. Dieser Effekt wird durch das Tragen eines T-Shirts vermieden oder zumindest vermindert. Im Übrigen muss der Sicherheitsgurt auch bei Hitze immer eng am Körper liegen, um optimal zu schützen.

Nach dem Rat des Unfallexperten sollten Autofahrer während der Fahrt aufs Eis Essen verzichten, auch wenn die Verlockung groß ist. „Gerade wenn es heiß ist, tropft Eis schnell herunter oder bricht ab, so dass sich der Fahrer nicht mehr voll auf den Verkehr konzentrieren kann“, sagt der Sachverständige. Außerdem ist mit dem Eis immer eine Hand beschäftigt, die benötigt wird, wenn der Fahrer blinken, schalten oder in einer kritischen Situation schnell ausweichen muss.

Findige Autofahrer versuchen der Sommerhitze mit einem Ventilator auf dem Armaturenbrett ein Schnippchen zu schlagen. „Je nach Größe und Bauweise des Gerätes besteht hier die Gefahr, sich bei einem Unfall am Gehäuse oder Propeller zu verletzen. Brechen Kunststoffteile ab, kann das buchstäblich ins Auge gehen“, gibt Gut zu bedenken. Davon unabhängig ist ein Ventilator im Auto nicht grundsätzlich verboten. Er muss aber sicher montiert sein und darf die Sicht des Fahrers nicht behindern.

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