10. Juli 2013

Silvretta E-Auto Rallye 2013 – Schaeffler punktet mit Radnabenantrieb

Der Ford Fiesta eWheel Drive von schaeffler

Fiesta eWheel Drive.

Im Wettbewerb mit anderen Elektro-Autos hat sich das Schaeffler-Ideenfahrzeug Fiesta E-Wheel Drive auf der bereits zum vierten mal ausgetragenen Silvretta E-Auto Rallye im österreichischen Montafon behauptet. Der Erprobungsträger mit innovativen elektrischen Radnabenantrieben wurde in Kooperation mit Ford auf Basis eines Ford Fiesta realisiert. Bei der E-Rallye ging es auf drei Tagesetappen im Hochgebirge darum, mit Kilowatt, Volt und Ampere gut hauszuhalten, um Strafpunkte zu vermeiden und mit ausreichender Batterieladung das Ziel zu erreichen. Bei dem Schaeffler Radnabenantrieb E-Wheel Drive handelt es sich noch um ein Vorentwicklungsprojekt des Automobilzulieferers gemeinsam mit Ford. Doch bei der Tour durch die Alpen konnte er im Feld der mitunter bereits in Serie befindlichen Elektrofahrzeuge mithalten.

„Für Schaeffler ging es darum, weitere Erkenntnisse zum Entwicklungsstand unseres für zukünftige elektrische Stadtfahrzeuge gedachten Antriebs zu erfahren“, erklärt Prof. Peter Gutzmer, Schaeffler Vorstand für Forschung und Entwicklung. „Wir haben mit dem Erprobungsträger bei der Silvretta E-Auto Rallye drei problemlose Tage absolvieren können – und das bei einem durchaus für Elektrofahrzeuge anspruchsvollen Terrain mit langen und steilen Anstiegen, aber auch Abfahrten zum Energie-Rekuperieren, ein wesentlicher Vorteil, den E-Fahrzeuge bieten.“

Angetrieben wird der Fiesta eWheel Drive mittels zweier in den hinteren Radhäusern platzierten hochintegrierten Radnabenantrieben. Dabei finden sämtliche für Antrieb, Verzögerung und Fahrsicherheit notwendigen Bauelemente – wie Elektromotor, Leistungselektronik und Controller, Bremse sowie Kühlung – Platz innerhalb der Felgen. Die technischen Eckdaten liegen bei bis zu 40 kW pro Antrieb, beziehungsweise einer Dauerleistung von zweimal 33 kW. Das entspricht in traditioneller Lesart bis zu 110, beziehungsweise 90 Pferdestärken. Dabei liefert der flüssigkeits-gekühlte Radnabenantrieb ein Drehmoment von bis zu 700 Nm. Die elektrische Spannung des Hochvoltantriebs beträgt 360 – 420 Volt.

„Das B-Segment-Fahrzeug dient als Erprobungsträger. Vollends ihre Stärken können Radnabenantriebe indes erst in neuen Fahrzeugkonzepten ausspielen“, erläutert Prof. Peter Gutzmer, der sich bei der E-Rallye das Cockpit mit Prof. Pim van der Jagt, Managing Director Ford Research & Advanced Engineering Europe, teilte. „Erst der hochintegrierte Radnabenantrieb ermöglicht es, das Stadtauto neu und völlig frei zu denken,“ so Prof. Peter Gutzmer. „Dieser Antrieb ist zukünftig ein Schlüssel für neue Fahrzeugkonzepte und Automobilplattformen. Für urban genutzte Elektrofahrzeuge, wie sie in einigen Ballungsräumen obligatorisch werden können, schafft der Radnabenantrieb eine mit dem Verbrennungsmotor nicht erreichbare ungekannte Raumökonomie. Bei diesen neuartigen Fahrzeugkonzepten sind alle für Vortrieb, Bremsen und Fahrsicherheit relevanten Bauteile im Rad untergebracht. In der Fahrzeugplattform bleibt damit der maximale Platz für Passagiere, Gepäck sowie Batterie, Elektronik und Kommunikation.“ (Auto-Reporter.NET)

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