11. Juli 2013

Fiat-Chef Sergio Marchionne droht mit Produktionsverlagerung

der aktuelle Chef von Fiat: Sergio Marchionne

Fiat-Chef Sergio Marchionne. Foto: Fiat/Auto-Reporter.NET

Die Neuaufstellung von Alfa Romeo wird auf jeden Fall fortgesetzt, doch benötige man vor weiteren Investitionen in Italien klare und verlässliche Arbeitsbedingungen, sagte nach einem Bericht von „Detroit News“ Fiat-Chef Sergio Marchionne jetzt vor Journalisten in Turin. Sei dies nicht möglich, hätten Fiat und Chrysler verschiedene Alternativen, um die eigenen Pläne anderswo umzusetzen. Derzeit seien jedenfalls alle Investitionen in die italienischen Werke auf Eis gelegt.

Hintergrund ist ein heftiger Streit zwischen dem Fiat-Konzern und der Gewerkschaft FIOM, die wiederum eine Untergliederung der größten italienischen Gewerkschaft Cgil ist. Um kosteneffizienter zu werden, will Fiat eine neue Tarifvereinbarung mit längeren Schichten und kürzeren Pause in seinen italienischen Werken einführen, was die FIOM strikt ablehnt, so dass jetzt die Gerichte eine Entscheidung treffen müssen. Derzeit letztes Projekt in Italien ist damit die 700 Millionen Euro-Investition im Werk SevelSud, wo gemeinsam mit Peugeot/Citroen neue Vans vom Band rollen sollen.

In 2012 musste Fiat einen Verlust von 700 Millionen Euro ausweisen, der ohne die Gewinne von Chrysler sogar mehr als eine Milliarde Euro betragen hätte. Ziel von Sergio Marchionne ist, bis 2016 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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