15. Juli 2013

VW würde mit dem Taigun die Kleinstwagenklasse beleben

Volkswagen Taigun für die Kleinstwagenklasse

VW Taigun. Foto: Zbigniew Mazar/Auto-Reporter.NET

Auf der Motorshow im letzten Oktober in Sao Paulo noch als SUV-Studie der Weltöffentlichkeit vorgestellt, mehren sich jetzt die Zeichen, dass der kleine „Taigun“ 2016 serienfertig ist und bei den Kleinstfahrzeugen ein neue Ära einläutet. Gibt es doch bislang in diesem Segment keinen SUV.

Und nach Informationen des englischen Fachmagazins „Auto-Express“, das sich auf Aussagen des VW Chefdesigners Klaus Bischoff stützt  oder zuletzt von „Auto Bild“ wollen die Wolfsburger ihren kleinen Geländegänger auf Basis des Up! nicht nur in Südamerika anbieten, sondern zumindest auch in Europa. Bischoff im Frühjahr: „Wir sind ein global agierendes Unternehmen und bringen Autos in jeden Markt, in dem es eine Nachfrage gibt.“

Bei derlei Aussagen hört die Spekulation auf, auch wenn in Wolfsburg immer wieder betont wird, dass eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei. Muss sie aber bald, wenn der Produktionsstart in zweieinhalb bis drei Jahren erfolgen soll, die Material-Einkäufer und die Werkzeugmacher – wenn sie erfolgreich sein wollen – benötigen heute relativ lange Zeit. Also darf unterstellt werden, das zumindest schon mal sondiert wird.

Spekulativ ist dagegen der Preis und doch wieder nicht. Denn wenn in 2015 ein SUV auf Polo-Basis präsentiert wird, muss der natürlich deutlich unter dem Tiguan liegen. Und da der Taigun noch eine Klasse tiefer angesiedelt, ergibt sich fast von selbst eine Preisgestaltung, die die 15.000-Euro-Marke nicht überschreitet.

Das gilt natürlich nur für die Basis-Version des 3,86 Meter langen, 1,73 Meter breiten und 1,57 Meter hohen Fronttrieblers mit erhöhter Bodenfreiheit, der über einen 280 Liter großen Kofferraum verfügt. Und ob wirklich der Dreizylinder-Turbobenziner mit 110 PS aus dem Up GT als Basis-Motorisierung angeboten wird, bleibt abzuwarten. Modularer Querbaukasten hin oder her –  Qualität kostet und die wird heute von VW verlangt.

Dafür haben die Wolfsburger die Möglichkeit, auf Basis des Taigun zahlreiche Varianten zu entwickeln, die dann auch ein bisschen mehr kosten dürfen. Nur eine zusätzliche Allrad-Variante ist dabei kaum vorstellbar, da das Team um Prof. Dr. Martin Winterkorn sicherlich auch Suzuki zeigen will, was bei einem Kleinstwagen alles möglich ist. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)

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