7. August 2013

Opel zeigt auf der IAA neuen Vollaluminium-Dreizylinder Turbo

1,0-Liter-Dreizylinder Turbomotor mit 115 PS von Opel

Der neue Opel-Motor.

Opel wird auf der kommenden IAA in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit seinen neu konstruierten Dreizylinder vorstellen. Der direkteinspritzende Turbobenziner mit einem Liter Hubraum ist nicht nur umweltfreundlich, das Vollaluminium-Aggregat setzt auch neue Maßstäbe hinsichtlich des Antriebskomforts von Dreizylinder-Motoren. Das Geräusch- und Vibrationsverhalten sowie die Laufkultur sind spürbar besser als bei vielen Vierzylindern.

Das 85 kW/115 PS starke Powerpaket liefert satte 166 Newtonmeter Drehmoment über ein breites Drehzahlband von 1.800 bis 4.700 min-1 hinweg. Damit generiert der 1,0-Liter-Turbo mehr Durchzugskraft als viele größere Triebwerke in der gleichen Leistungsklasse. Gleichzeitig ist der neue Motor 20 Prozent sparsamer als der aktuelle 1,6-Liter-Saugbenziner von Opel mit gleicher Leistung.

Sein Debüt feiert der Dreizylinder zusammen mit einem ebenfalls neu entwickelten, manuellen Sechsgang-Getriebe nächstes Jahr im Opel Adam. Der 1.0 SIDI (Spark Ignition Direct Injection), mit zwölf Ventilen ist das erste Mitglied einer neuen, modular aufgebauten Motorenfamilie von Drei- und Vierzylinder-Benzinern im Hubraumspektrum bis 1,6 Liter. Schlüsselmerkmale dieser Familie sind modernste Technologien wie SIDI, variable Ventilsteuerung und der Leichtbau-Motorblock aus Aluminium.

Die Opel-Ingenieure begannen die Entwicklung mit dem sprichwörtlichen weißen Blatt Papier. So war es möglich, die von gewöhnlichen Dreizylindern her bekannten, rauen Laufeigenschaften zu umgehen, ohne die Wirtschaftlichkeit des Motors in Frage zu stellen. Der Motorblock aus Aluminium-Druckguss ist nicht nur leicht, seine Konstruktion dämmt auch die Abstrahlung strukturbedingter Triebwerksgeräusche ein. Die Hochdruck-Einspritzanlage ist vom Zylinderkopf isoliert, um die Übertragung von Schwingungen zu vermeiden; selbst die Kraftstoffpumpe und -leitungen wurden akustisch optimiert.

Darüber hinaus sorgt die in die Ölwanne integrierte Ausgleichswelle für Laufruhe. Angetrieben von einer Kette mit umgekehrten Zähnen für besonders sanften Betrieb, dreht sich die Welle exakt gegenläufig zur Kurbelwelle. Dank des sorgfältigen Massenausgleichs werden die für einen Dreizylinder typischen Eigenvibrationen fast vollständig ausgeblendet. Das Ergebnis dieser aufwendigen Arbeit: Der neue 1.0-SIDI ist nicht nur laufruhiger als andere Dreizylinder, er ist auch leiser als viele Vierzylinder-Motoren. Vergleichstests haben gezeigt, dass das Geräuschniveau der Neukonstruktion bei Volllast über das gesamte Drehzahlband hinweg niedriger ist als bei gleichstarken Turbobenzinern mit 1,6 Liter Hubraum.

Der 1.0 SIDI ist an ein neu konstruiertes Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, das speziell für Motoren dieser Drehmomentklasse entwickelt wurde. Mit 37 Kilogramm Trockengewicht ist es rund 30 Prozent leichter als die aktuelle Ausführung. Gerade einmal 375 Millimeter Länge zeugen von den kompakten Abmessungen.

Mit kurzen, exakten Schaltwegen bei geringem Kraftaufwand vermittelt das neue Getriebe höchsten Schaltkomfort. Das Aggregat verfügt über zahlreiche Merkmale der kürzlich von Opel eingeführten nächsten Getriebe-Generation. Dazu zählen Klauenräder mit weiter, asymmetrischer Verzahnung, eine Dreifachkonus-Synchronisation im ersten und zweiten Gang sowie die Doppelkonus-Synchronisation der Gänge drei und vier. Auch der Rückwärtsgang ist selbstverständlich synchronisiert.

Das neue Getriebe wird in einer Vielzahl von Opel-Modellen der Kleinwagen- und Kompaktklasse mit Motoren bis 220 Newtonmeter Drehmoment zum Einsatz kommen. Angesichts von zwölf Übersetzungsverhältnissen und sieben Achsübersetzungen ergeben sich mannigfaltige Abstimmungsmöglichkeiten, so dass für jede Antriebsstrang-Konfiguration höchste Effizienz gewährleistet ist. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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