8. August 2013

VDA-Präsident Wissmann: „IAA ist ein Stabilitätsanker“

Matthias Wissmann von der VDA

VDA-Präsident Matthias Wissmann. Foto: Auto-Reporter.NET

„Die IAA ist auch in schwierigen Zeiten ein Stabilitätsanker: Wir liegen bei der Zahl der Aussteller (rund 1.000) und der Ausstellungsfläche (rund 230.000 Quadratmeter) auf dem hohen Niveau von 2011 – trotz des schwachen westeuropäischen Pkw-Marktes“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), in Berlin. Die 65. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) findet vom 12. bis 22.September in Frankfurt am Main statt und wird von Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet.

„Die Vorbereitungen zur IAA Pkw laufen seit vielen Wochen auf Hochtouren. Nirgendwo sonst gibt es mehr Weltpremieren, mehr Hersteller, mehr Zulieferer, mehr Innovation. Deshalb ist es ‚Die automobilste Show der Welt‘, wie es der IAA Claim ja passgenau ausdrückt“ unterstrich Wissmann. „Die IAA zeigt: Elektromobilität ist keine Vision mehr, die E-Autos kommen jetzt auf die Straße. Aber auch bei der Optimierung der klassischen Antriebe, Benziner und Clean Diesel, werden wieder deutliche Fortschritte zu sehen sein. Ein weiterer Schwerpunkt ist das vernetzte Fahren. Damit wird das Auto zur mobilen Kommunikationsplattform – und Autofahren noch sicherer“, sagte der VDA-Präsident.

„Die IAA ist der international bedeutendste Treffpunkt der automobilen Welt“, betonte Wissmann. Dies zeige auch der gestiegene Anteil ausländischer Aussteller, der aktuell bei 43 Prozent liegt und damit spürbar höher ist als auf der letzten IAA (2011: 32 Prozent). Die zunehmende Bedeutung des Wirtschaftsraumes Asien wirke sich auch auf die IAA aus: Mehr als ein Viertel der ausländischen Aussteller komme aus dem asiatischen Raum (IAA 2011: 19 Prozent). Wissmann: „Die Zahl der chinesischen Zulieferer hat sich gegenüber dem Jahr 2011 mit mehr als 120 sogar verzehnfacht“. Auch insgesamt hat die Zahl der Zulieferer, die auf der 65. IAA Pkw ausstellen, deutlich zugenommen. Sie liegt derzeit mit 375 um 23 Prozent höher als 2011 (305).

Die IAA ist zudem ein großer Kongress mit über 20 Fachveranstaltungen. Die Themen reichen von Elektromobilität und dem vernetzten Auto bis zur Zukunft der Automobilproduktion am Standort Deutschland, von steuer-, verkehrs- und zollpolitischen Fragen bis hin zu verschiedenen Aspekten der Verkehrssicherheit. Highlights sind sicherlich der Fachkongress Elektromobilität (17. September), eine gemeinsame Veranstaltung von VDA, BDEW, BDI, BITKOM, VCI, VDMA und ZVEI; der Car-IT-Kongress „Mobilität 3.0 – Die Zukunft des Autos ist vernetzt“ (18.September), eine gemeinsame Veranstaltung von VDA und BITKOM; sowie der Kongress zur Verkehrssicherheit (19. September).

„Die IAA ist mehr als eine Premieren-Show. Hier kann die Faszination Auto hautnah erlebt werden“, sagte Wissmann. So stehen auf dem Freigelände (F13, südlich der Halle 10) zwölf Fahrzeuge für die Geländewagen-Teststrecke bereit. Die geländegängigen Modelle kommen von Daimler, Hyundai, Isuzu und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Noch umfangreicher ist die Flotte (darunter auch Elektrofahrzeuge), die den IAA-Besuchern für Probefahrten zur Verfügung stehen wird: Rund 70 Autos von insgesamt elf Firmen können „live“ gefahren werden. Bei den Herstellern handelt es sich um Citroen, Hyundai, Isuzu, Kia, Maserati, Opel, Renault, Tesla Motors, Volvo sowie um den Zulieferer Valeo und den Anbieter erdgas mobil.

Der Verkehrssicherheit räumt die IAA traditionell großen Raum ein. So kann am Gemeinschaftsstand des Deutschen Verkehrssicherheitsrates e.V. (DVR) bei der Aktion „Runter vom Gas“ erprobt werden, welche Konsequenzen Fehlverhalten am Steuer hat. Auf dem Freigelände suchen der DVR und Autobild bei ihrer Fahrsicherheitsaktion „Deutschlands beste Autofahrer“. Ebenfalls auf dem Freigelände zeigt der DVR, wie sich mit Hilfe von Fahrerassistenzsystemen Unfälle vermeiden lassen. Die Veranstaltung trägt den Titel „Bester Beifahrer: Wie schlau ist mein Auto?“. Modernste Fahrerassistenzsysteme und ihre Wirkung zeigen auf dem Freigelände zudem Volkswagen, Bosch, Conti und Valeo. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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