22. August 2013

Vorwärts oder rückwärts –Tipps für den Kauf des richtigen Kindersitzes

Bei der Entscheidung zum richtigen Kindersitz stehen Eltern heute vor einer großen Herausforderung – vorwärts gerichtet, rückwärts gerichtet, Isofix, 5-Punkt-Gurt, neu,  gebraucht, gruppenübergreifend? All diese Fragen und mehr müssen sich Eltern stellen, um den passenden Sitz für den Nachwuchs zu finden. Doch der Aufwand lohnt sich – denn in einem guten und passenden und auch vor allem richtig eingebauten Sitz sinkt das Verletzungsrisiko von Kindern drastisch gegenüber solchen, die gar nicht oder falsch gesichert sind. Der Kindersitzexperte Richard Frank von Britax Römer gibt hilfreiche Tipps.

Die Wahl eines geeigneten Auto-Kindersitzes, so Richard Frank, ist auch eine Richtungsentscheidung – und sollte individuell gelöst werden. Dabei erübrigt sich die Frage nach den Vorzügen rückwärts und vorwärts gerichteter Sitze bei Kindern bis zu neun Kilogramm: Denn laut Gesetz müssen sie in rückwärts gerichteten Kindersitzen transportiert werden.

rundsätzlich sollte man sich beim Kauf eines Kindersitzes umfassend im Fachhandel beraten lassen. Um den optimalen Sitz für Ihr Kind zu finden, sind darüber hinaus mehrere Kriterien entscheidend. Als einer der ersten Schritte, sollte man sich mit den Gruppen befassen, die nach Gewicht eingeteilt sind. Auch der Fahrzeugtyp, die Art der Befestigung sowie das Nutzungsverhalten sollten in die Überlegungen mit einbezogen werden.

Ob man sich für einen rückwärts oder vorwärts gerichteten Kindersitz entscheiden soll, muss ganz individuell entschieden werden, da die von Faktoren wie dem Fahrzeugtyp oder der Verwendung des Kindersitzes abhängt. Unser europäisches Gesetz (ECE R 44 Norm) schreibt vor, dass Kinder bis neun Kilogramm in rückwärts gerichteten Systemen transportiert werden müssen, um den empfindlichen Kopf- und Rückenbereich der Babys im Falle eine Unfalls besser zu schützen. Wir bei Britax Römer empfehlen die rückwärts gerichtete Babyschale so lange wie möglich zu verwenden, nämlich bis zu einem Gewicht von 13 Kilo bzw. bis der Kopf des Kindes aus der Schale hinausragt. Alternativ können Kinder auch in erweiterten rückwärts gerichteten Kindersitzen sogar bis 25 kg transportiert werden.

Wir empfehlen den rückwärts gerichteten Sitz, weil die Kräfte bei einem Frontalaufprall gleichmäßig auf Kopf-, Hals und Oberkörper des Kindes verteilt und auf die Rückbank des Kindersitzes abgeleitet werden. Das würde natürlich auch für erwachsene Fahrzeuginsassen gelten, wenn es möglich wäre, sie rückwärts sitzen zu lassen.

Wenn man sich für ein rückwärts gerichtetes System entschieden hat, sollte vor dem Kauf bei Sitzen für Kinder über 13 Kilo Gewicht unbedingt ein Einbauversuch m eigenen Fahrzeug durchgeführt werden. Bei der Montage kann es nämlich dazu kommen, dass der Beifahrersitz sehr weit nach vorne geschoben werden muss und eine ordnungsgemäße Sitzposition dann auf diesem Sitzplatz nicht mehr gewährleistet ist. (Auto-Reporter.NET/hhg)

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