15. November 2015

Ogier siegt beim WRC-Saisonfinale in Wales

WRC-Lauf Wales: Sébastien Ogier. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

WRC-Lauf Wales: Sébastien Ogier.
Foto: Auto-Medienportal.Net /Volkswagen

Furioses Finale der Rallye-Saison 2015: Sébastien Ogier unterstrich seine diesjährige Dominanz bei der WRC-Rallye in Wales. Er siegte in seinem Polo R WRC souverän vor Kris Meeke (Citroën) mit 26 Sekunden Vorsprung und Andreas Mikkelsen (+ 36,2) im zweiten Polo R WRC auf Rang drei. Von Beginn an schien das Ergebnis klar zu sein. Zu routiniert ging der Franzose in Volkswagens Diensten ans Werk. Ein heißer Kampf bis zum Schluss jedoch war das Duell zwischen Meeke und Mikkelsen.

Überschattet wurde der Erfolg für Sébastien Ogier allerdings von den Ereignissen in Paris. „Es ist ein sehr trauriger Tag, unsere Gedanken sind bei den Opfern der schrecklichen Anschläge von Paris“, so Ogier und weiter: „In solch einem Moment wird einem sehr schnell bewusst, wie zweitrangig das ist, was man selbst gerade tut. Julien und ich haben trotzdem beschlossen, die Rallye weiterzufahren. Wir glauben, dass es die richtige Entscheidung ist, statt aufzugeben – und damit dem Willen der Täter zu folgen.“ Die Rallye forderte dann auch gleich wieder das ganze Können der Piloten. „Die äußeren Bedingungen waren nicht einfach, sehr rutschig, teilweise mit sehr viel stehendem Wasser auf der Strecke. Auf der elften Prüfung musste ich stoppen, weil Thierry Neuville nach seinem Unfall die Strecke blockierte. Die 30 Sekunden Zeitverlust wurden uns aber wieder gutgeschrieben“, resümierte der Franzose am Samstag.

Für Jari-Matti Latvala war der Kampf um die Spitze schon frühzeitig beendet. „Wir waren wieder gut unterwegs, doch diesmal hatten wir in Wertungsprüfung acht nach ungefähr zehn Kilometern einen Schaden am Antriebsstrang. Dadurch haben wir in der Prüfung allein eine Minute verloren und mussten kurz danach aufgeben. Es hätte so einfach keinen Sinn gemacht“, so Latvala, der sich allerdings dannach herzlich bei seiner Servicecrew bedankte: „Meinen Mechanikern will ich nochmal für die Arbeit an meinem Polo R WRC danken. Ohne sie wäre ich schon heute nicht mehr im Rennen gewesen.“ Denn bereits am Freitag war Jaris Crew nach einem Schaden am Polo R WRC gefordert.

Der Sonntag wartete dann mit den vier letzten Prüfungen der WRC Rallye Wales. Sébastien Ogier schonte seine Reifen für die Powerstage, die als letztes gefahren wurde. So konnten Kris Meeke und Andreas Mikkelsen ihren Abstand auf Ogier verkürzen. Allerdings reichte es nicht mehr den Franzosen abzufangen. Die Powerstage und damit drei Extra-Punkte gingen aber nicht an den Franzosen. Jari-Matti Latvala holte sich den Sieg auf dieser WP vor Andreas Mikkelsen und Robert Kubica (Ford). Allerdings machte das Endergebnis der Rallye in Wales für die WM-Wertung nicht mehr viel aus. Seine dritte Weltmeisterschaft in Folge hatte Ogier bereits seit seinem Sieg in Australien in der Tasche. Und Andreas Mikkelsen hätte in Wales einen Sieg einfahren müssen, um noch seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala als Vizeweltmeister zu überholen. Nun schaut die Szene schon wieder auf den Januar, wenn es mit der Rallye Monte Carlo in die Saison 2016 geht. (ampnet/tw)

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