21. Oktober 2010

Fahrbericht Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD Premium: Viel fehlt nicht

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD Premium

Hyundai Santa Fe. Foto: Auto-Medienportal.Net/Hyundai

Hyundai nennt seine Pkw-Modelle i10, ix20, i30 oder ix55. Der einzige, der sich diesem Diktion entzieht, ist der Santa Fe. Das 4,66 Meter lange SUV ist seit 2006 in der zweiten Generation auf dem Markt und erhielt in diesem Jahr nicht nur ein dezentes Facelift, sondern vor allem einen komplett neuen und sparsamen Dieselmotor. Außerdem hat Hyundai noch den Preis gesenkt. Da lohnt sich eine nähere Bekanntschaft mit dem Santa Fe 2.2 CRDi gleich doppelt, den wir in der Allradversion mit Automatikgetriebe und der Topausstattung Premium fuhren.

Die äußeren Änderungen fallen nur echten Santa Fe-Kennern auf. Der Modelljahrgang 2010 ist vor allem an der Chromblende des Kühlergrills und dem weiter oben angesetzten Markenemblem zu erkennen. Die neu gestaltete Frontschürze mit den Nebelscheinwerfern, die überarbeitete Dachreling, integrierte Blinker in den Außenspiegeln und anders modellierte Heckleuchten sowie modifizierte Auspuff-Endrohre sind weitere Hinweise auf die Frischzellenkur. Geblieben ist der zeitlose Gesamtauftritt des 1,76 Meter hohen Hyundai.

Auch innen hat sich etwas getan. Dazu zählt in erster Linie eine ungewöhnliche Materialanmut, die wir von Hartplastik in dieser Form bislang noch nicht gewohnt waren und das fast schon eine Lederbespannung vortäuscht. Im Dunkeln umgibt den Fahrer zudem ein ansprechendes Meer von Lichtpunkten an den Bedienelementen, die im markentypischen Blau aufleuchten, das uns ausnehmend gut gefällt.

Seit diesem Jahr verfügt der Santa Fe auch über eine Lenkradfernbedienung für das serienmäßige CD-Audiosystem, zu dem sechs Lautsprecher und Anschlüsse für MP3-Player und iPod gehören. Bei der Premium-Version kommen außerdem beheizbare Ledersitze, das aus dem ix35 bekannte Navigationssystem mit Rückfahrkamera und ein gekühltes Fach in der Mittelarmlehne dazu. Alles, was dem Santa Fe-Fahrer da zu seinem Glück noch fehlt, ist ein Anhängerstabilitätsprogramm, denn mit 2000 Kilogramm Anhängelast empfiehlt sich der Hyundai natürlich auch als Zugfahrzeug, wobei die Schaltversion noch eine halbe Tonne mehr schleppen darf.

Die 6-Stufen-Automatik harmoniert hervorragend mit dem 145 kW / 197 PS starken Turbodiesel, der 437 Newtonmeter Drehmoment zwischen 1800 Umdrehungen in der Minute und 2500 U/min zur Verfügung stellt. Das Getriebe, das sich auf Wunsch auch manuell betätigen lässt, vollzieht die Gangwechsel angenehm weich und kaum spürbar. Zwar blieben wir im echten Auto-Alltag mit dem Zwei-Tonner zwischen rund einem und anderthalb Liter hinter dem EU-Normverbrauch zurück, doch auch 8,4 bis 8,9 Liter in der Praxis sind für ein Fahrzeug dieser Größenordnung und Ausrichtung mehr als akzeptabel, zumal sich uns der Santa Fe als komfortables Langstreckenfahrzeug empfahl.

Im Fond gibt es großzügige Beinfreiheit und neigungsverstellbar Rückenlehnen, aber geringfügig zu kurze und zu niedrige Sitzflächen. Auch der Demontagemechanismus des Gepäckraumrollos ist nicht sonderlich glücklich gelöst und umständlich zu handhaben. Bei einem Preis von knapp unter 40 000 Euro für das Topmodell lassen sich die wenigen Kritikpunkte aber leicht verschmerzen. Wer will, kann den Santa Fe optional auch als Siebensitzer ordern. (ampnet/jri)

Daten Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD Premiun (Automatik)

Länge x Breite x Höhe (m): 4,66 x 1,89 x 1,76
Motor: Vierzylinder Common Rail-Diesel, Direkteinspritzer, 2199 ccm
Leistung: 145 kW / 197 PS bei 3800 U/min
Max. Drehmoment: 437 Nm bei 1800 – 2500 U/min
Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm): 7,2 Liter
CO2-Emissionen: 195 g/km (Euro 5)
Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Beschleunigung 0 – 100 km/h: 10,2 s
Leergewicht/Zuladung: 2021 kg / 549 kg
Kofferraum: 528 – 1582 Liter
Anhängelast (gebremst): 2000 kg
Räder/Reifen: 7 J x 18 / 235/60 R 18
Wendekreis: 10,9 m
Basispreis: 39 990 Euro

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